Magdeburg l Die Stadt Magdeburg plant, in Buckau und Cracau jeweils eine neue Grundschule zu bauen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Schülerzahlen in diesen Bereichen. Die neuen Schulen sollen auf städtischen Flächen errichtet werden, auf denen sich derzeit Kleingartenanlagen befinden. Der Stadtrat entscheidet am 24. Januar 2019 über beide Grundsatzbeschlüsse. Dies teilte die Stadtverwaltung am 27. November 2018 mit.

In Buckau ist vorgesehen, im Schanzenweg auf rund 6000 Quadratmetern Fläche eine dreizügige Grundschule mit Hortbetrieb zu errichten. Dafür wird den Stadträten vorgeschlagen, dass sie die Verwaltung beauftragen, vorab ein Bebauungsplanverfahren für den Schulneubau einzuleiten. Zudem sollen der Verband der Gartenfreunde und der Kleingartenverein "Fort I e. V." Schanzenweg, der die Fläche derzeit bewirtschaftet, über den Flächenbedarf für den Schulneubau informiert werden.

Entschädigung für Kleingärtner

Sollte der Beschluss zum Neubau gefasst werden, würden die betroffenen Gärten gemäß Bundeskleingartengesetz gekündigt und entschädigt, erklärte die Stadtverwaltung.

Insgesamt hatte die Stadtverwaltung Magdeburg in Buckau und Fermersleben 14 Grundstücke untersucht, die als Schulstandort geeignet gewesen wären und schlägt nun den Schanzenweg vor.

Grundschule und Sporthalle geplant

In Cracau hat die Stadtverwaltung Magdeburg vier Grundstücke auf ihre Eignung als Schulstandort untersucht und schlägt dem Stadtrat vor, in der Berliner Chaussee, Ecke Herrenkrugstraße eine dreizügige Grundschule mit Hortbetrieb sowie eine 1-Feld-Sporthalle zu bauen.

Die dafür vorgesehene Fläche umfasst rund 7000 Quadratmeter, die derzeit von dem Kleingartenverein "Am Unterbär" bewirtschaftet wird. Auch hier müssten ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden und nach Gesprächen mit dem Verband der Gartenfreunde und dem Kleingartenverein "Am Unterbär" die betreffenden Kleingärten gekündigt und entschädigt werden. 

Magdeburg setzt auf Fördermittel

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper mahnte bei der Vorstellung der Drucksachen in seiner Dienstberatung noch einmal das Land Sachsen-Anhalt an, das im Mai 2018 zugesagte Fördermittelprogramm für Schulneubauten endlich aufzulegen, teilte die Stadtverwaltung mit. Ohne die von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff damals in Aussicht gestellten Landes- bzw. Bundesmittel sei die Finanzierung der neuen Grundschulen nicht gesichert.