Ottersleben l Eine entspannte Stimmung in den sonst so angespannten Abendstunden und weniger Müll auf dem Festgelände: Das Sicherheitskonzept, das erstmals Sicherheitsschleusen an den Eingängen zum Ottersleber Volks- und Heimatfest vorsah, ist aufgegangen. Im Vorfeld des ältesten Stadtteilfestes der Stadt waren die Organisatoren hart angegangen worden für die Ankündigung, jeden Besucher vor dem Betreten des Festgeländes durch einen professionellen Sicherheitsdienst auf Waffen und Flaschen kontrollieren zu lassen. „Beim Fest selbst haben wir viel Zuspruch erhalten, denn so wie in den vergangenen Jahren konnte es speziell im Knochenpark nicht weitergehen“, so Hans-Jürgen Anders vom Bürgerverein „Bürger für Ottersleben“ (BfO). Da nämlich sorgten Besucher mit mitgebrachten Flaschen im betrunkenen Zustand (viele davon Jugendliche) sowie Wildpinkler für Ärger. „Dieses Bild zeigte sich in diesem Jahr zum Glück nicht“, so die Bilanz zum 32. Volks- und Heimatfest.

Zusammen mit dem Heimatverein Ottersleben (HVO) und weiteren Partnern aus dem früheren Bördedorf übernimmt der BfO die Organisation des dreitägigen Festes, wobei der BfO für das Gebiet der Straße Frankefelde und den Knochenpark und der HVO für den Eichplatz verantwortlich sind und dort Bühnen, Stände und Fahrgeschäfte platzieren. Durch die Vorkommnisse in den Vorjahren sowie Beschwerden von Anwohnern knüpfte die Stadt die Genehmigung an Auflagen speziell zum Thema Sicherheit, was den Aufwand für die Organisatoren nicht nur aus finanzieller Sicht erhöhte. Allein 14 Securitymitarbeiter waren im Park im Einsatz. Besucher sahen dies gelassen. „Die Sicherheitsschleusen sind vollkommen in Ordnung. Bei anderen Veranstaltungen gibt es sie ja auch“, meinte etwa Besucher Bernd Hildebrand. Zudem zeigte sich, dass die Kontrollen den Besucherfluss zum Fest nicht beeinträchtigten.

Müllproblem hat sich verlagert

„Ein schönes Fest für die ganze Familie mit einer tollen Stimmung – das ist es doch, was jeder möchte“, sagte Elvira Schulze vom HVO. Der Verein bot auch in diesem Jahr wieder die Ottersleber Bratwurstspezialität – die Schlope – an. Seit jeher gilt die Warteschlange am Schlopestand als Besucherbarometer. Demnach war das Fest bereits in den Mittagsstunden gut besucht.

Das Ottersleber Volks- und Heimatfest 2019...

Magdeburg (mp) l Mehrere Hundert Besucher haben sich beim 32. Ottersleber Volks- und Heimatfest eingefunden. Das älteste Stadtteilfest der Stadt lockte mit einem familiärem Programm: Kinder hatten ebenso ihren Auftritt wie Musiker und Tanzgruppen. Außerdem wurde der Knochenpark in einen Rummel verwandelt, Stände in Frankefelde luden zum Stöbern ein, auf dem Eichplatz gab es u. a. Blasmusik und mit der Schlope die Bratwurstspezialität des Heimatvereins Ottersleben (HVO).

  • Im Schichtdienst übernahmen die Mitglieder des Heimatvereins Ottersleben die Versorgung der Gäste mit der Schlope, der Bratwurstspezialität aus Ottersleben. Foto: Marco Papritz

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  • Holger Paech war nicht zu übersehen. Er sammelte Vorschläge für die Wahl zum Goldenen Otter. Der Aktivpreis wird im Herbst zum fünften Mal vergeben.Foto: Marco Papritz

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  • Ein Kran bot einen Blick aus über 50 Meter Höhe u. a. auf die Sekundarschule, die derzeit saniert wird. Foto: Marco Papritz

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  • Die Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Ottersleben stellte sich bei einer Übung vor.  Foto: Marco Papritz

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  • Theo war einer der jungen Besucher und ließ sich von Kendy Wudick zeigen, wie ein Bagger bedient wird.  Foto: Marco Papritz

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  • Auch der Sportplatz am Schwarzen Weg, Heimspielstätte des VfB Ottersleben, konnte aus der Luft betrachtet werden.  Foto: Marco Papritz

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Anmerkung: Durch die Sicherheitsschleusen hat sich der illegal am Wegesrand entsorgte Müll – im Blick stehen dabei speziell leere Flaschen – verlagert. Beispielsweise in den Abschnitt von Frankefelde bis Königsweg. Dass zum Beispiel am Sonnabend Jugendliche aufgrund ihres Alkoholkonsums medizinische Betreuung benötigten, kann den Organisatoren sicherlich nicht angekreidet werden. Dies ist ein gesellschaftliches Problem, wobei da zunächst einmal die Eltern gefragt sind.