Magdeburg l Was Halle kann, sollte Magdeburg schon lange können. Nach diesem Motto hat die Fraktion Grüne/Future! für die nächste Stadtratssitzung am 3. Dezember einen Antrag formuliert, der die Falschparker an vier Kreuzungen in Stadtfeld ins Visier nimmt. Um diese von dort dauerhaft zu vertreiben, sollen – analog dem Vorbild aus der Saalestadt, über das die Volksstimme kürzlich berichtet hatte – Poller und/oder Fahrradbügel in den Kurvenbereichen aufgestellt werden.

Konkret geht es den Antragstellern um die Kreuzungen Goethestraße/Immermannstraße, Goethestraße/Gerhart-Hauptmann-Straße, Goethestraße/Wilhelm-Klees-Straße sowie Lessingstraße/Wilhelm-Kobelt-Straße. Dort soll das Falschparken durch die genannten baulichen Maßnahmen unterbunden werden. Müll- und Feuerwehrfahrzeuge sowie Lieferverkehr und Busse sollen dadurch aber nicht behindert werden.

Die Verkehrssicherheit für Fußgänger soll dadurch verbessert werden. „Insbesondere gefährdete Gruppen wie Kinder und ältere Menschen müssen geschützt werden. Durch zugeparkte Kreuzungen und Einmündungen wird der Sichtbereich erheblich eingeschränkt“, heißt es im Antrag. Auch abgesenkte Bordsteine werden dabei häufig zugeparkt, wodurch die Barrierefreiheit eingeschränkt wird.

Markierungen reichen nicht

Nicht zuletzt werden auch die Busse der MVB durch Falschparker behindert. Allein an der Kleesstraße sei das in diesem Jahr bereits neunmal der Fall gewesen, berichtet die Fraktion. Temporäre Warnbaken hätten dort schon Wirkung gezeigt. Da die Markierung von Sperrflächen nicht ausreiche, müssten nun andere Lösungen her.

In Halle werden insgesamt acht häufig zugeparkte Kreuzungen mit Markierungen und Fahrradbügeln versehen.