Magdeburg l Fotografin Juliane Ackermann ist regelrecht verliebt in Magdeburg. Wenn sie von ihrer Heimatstadt spricht, ist das nicht mehr bloßes Erzählen, sie schwärmt davon. „Mein Lieblingsmotiv ist die Hubbrücke, die habe ich wahrscheinlich am häufigsten fotografiert, die hat für mich etwas Magisches.“ Der Dom rangiere als Wahrzeichen der Stadt auch sehr weit vorne, aber da er von vielen Menschen favorisiert werde falle er ein bisschen ab. Dies will sie nicht als Abneigung verstanden wissen, lediglich als persönliche Einschätzung.

„Ich habe längere Zeit in Bremen gelebt und die Stadt ist nett, aber Magdeburg ist einfach viel hübscher“, beschreibt die Instagrammerin ihre persönliche Sicht auf die Stadt an der Elbe. Außerdem habe Ackermann in Bremen die Unbeschwertheit vermisst, die sie hier spürt. „Ich bin hier einfach viel entspannter", sagt die 32-Jährige, die in einem Unternehmen für Medizintechnik arbeitet.

Petriförder und Schleinufer noch mehr nutzen

Etwas enttäuscht ist sie lediglich davon, dass aus ihrer Sicht das Potenzial von Petriförder und Schleinufer nicht voll ausgeschöpf wird. „Wenn da noch mehr Möglichkeiten entstünden, die Seele baumeln zu lassen, wäre das Magdeburger Elbufer wirklich der schönste Platz der Welt.“

Bilder

Die junge Frau hat viele ihrer Fotos von Magdeburg auf ihrem Instagramprofil veröffentlicht. Sie sagt von sich selbst, dass sie ohne genaue Vorstellungen nach draußen geht und einfach versucht, den Moment einzufangen. „Natürlich sage ich auch mal, ‚heute fotografiere ich den Leuchtturm an der Einfahrt zum Wissenschaftshafen‘, aber wichtiger ist mir das Licht. Das Motiv ist oft gleich, aber die Lichtverhältnisse bewirken, dass es ganz anders aussieht“, sagt Ackermann.  Dies seien dann Augenblicke die einfach so passieren, die sie fühle und dann den Auslöser betätigt.

„Man sieht es schon an den Fotos, die ich bei Instagram veröffentlicht habe. Ich fotografiere am liebsten, wenn die Sonne sehr tief steht.“ So erreiche sie die gewünschten Ergebnisse, weil dann der Himmel in verschiedenen Farben erscheint, beschreibt sie ihre Art zu fotografieren. Bislang fotografiert sie fast ausschließlich mit ihrem Smartphone. Das habe auch eine Weitwinkelfunktion. Und trotz aller Vorurteile sehen die Bilder sehr schön aus.

Wenig Nachbearbeitung

Zwar bearbeitet auch sie ihre Fotos im Nachhinein, versucht aber die Originalaufnahme nicht zu stark zu verändern. „Mich regt es immer auf, wenn Bilder so bearbeitet sind, dass mich an bestimmten Stellen noch so kleine Glitzersternchen anblinken, diese Details sind nicht mein Stil“, erklärt sie ihre Abneigung für zu starke Bildbearbeitung.

Ackermann hat sich das Ziel gesetzt, bis Mitte 2020 einen Kalender in verschiedenen Größen und Formaten zu produzieren. Diesen will sie dann auch auf ihrer Internetseite zum Verkauf anbieten. „Ich weiß, dass es schwer wird, aber Motive habe ich genug im Kopf und neue Bilder fliegen mir nur so zu.“ Schließlich entdecke sie seit 32 Jahren beinahe jeden Tag ihr Magdeburg neu für sich.

Wie sehen Sie Magdeburg? Haben auch Sie einen Lieblingsplatz oder ein Lieblingsmotiv? Schicken Sie uns Ihre Fotos für eine mögliche Veröffentlichung per Email an lokalredaktion@volksstimme.de oder per Whatsapp an 0163/5579473. Bitte beachten Sie, dass Sie selbst Inhaber der Bildrechte an dem Foto sein müssen. Sollten Personen auf dem Foto eindeutig erkennbar sein, muss von diesen eine Fotoerlaubnis vorliegen.