Magdeburg l Der Weg zur Sanierung der Hyparschale in Magdeburg ist frei. Im Gange sind bereits seit Monaten die Planungen – am 22. August 2019 nun hat der Magdeburger Stadtrat auch die weiteren Gelder für die Rettung des denkmalgeschützten Gebäudes am Rande des Rotehornparks freigegeben.

Es geht um eine Investitionssumme von 16,9 Millionen Euro. Knapp die Hälfte sind Fördergelder, den Rest muss die Landeshauptstadt selbst tragen – und dieser Amteil von 57 Prozent musste jetzt durch den Stadtrat genehmigt werden.

Eine Rettung in zwei Abschnitten

Die Rettung der Hyparschale ist in zwei Abschnitte unterteilt. Dies ist notwendig, um zwei unterschiedliche Förderprogramme nutzen zu können.

In zwei Bereiche geteilt

Im ersten geht es um die Sanierung der Dachhülle für 4,16 Millionen Euro. Für diese fließen Gelder aus dem Programm „Stadtumbau Ost“. Die Stadt muss für diese Aufgabe einen Eigenanteil in Höhe von 1,94 Millionen Euro aufbringen.

Der zweite Abschnitt soll mit 12,74 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Eigenanteil Magdeburgs beträgt hier 7,74 Millionen Euro. Das restliche Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Der zweite Bauabschnitt umfasst die übrigen Arbeiten an dem Gebäude. Ursprünglich hatte die Stadt hier rund 780.000 Euro weniger aufbringen wollen. Es sei aber dennoch denkbar, weitere Fördermittel einzuwerben, heißt es in der Drucksache aus der Stadtverwaltung zur Finanzierung des Projekts, die der Stadtrat am 22. August 2019 beschlossen hat.

MVGM wird Betreiber

Noch nicht in der Investitionssumme enthalten sind jene Gelder, die für die Ausstattung des Hauses benötigt werden. Nach der Sanierung soll die Halle als Veranstaltungsort von der kommunalen Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg betrieben werden.

Da für die Finanzierung des ersten Bauabschnitts bereits Zuwendungsbescheide vorliegen und das Vorhaben auch vom Landesverwaltungsamt abgesegnet ist, konnten die ersten Bauleistungen im Juni ausgeschrieben werden. Nach dem jetzigen Plan wird die Sanierung der Hyparschale im Jahr 2022 abgeschlossen. Ursprünglich war ein Jahr eher geplant.