Magdeburg l Eigentlich ist es Konsens im Stadtrat Magdeburg, dass Autos – von Ausnahmen abgesehen – aus dem Stadtpark verbannt gehören. Das Rondell hinter der Stadthalle, der Heinrich-Heine-Platz, darf zwar (noch) als Parkplatz genutzt werden, die geschotterte Fläche daneben, die jahrzehntelang zum Parken gut war, aber nicht mehr.

Dafür unterhält die Stadt Magdeburg zwischen Hyparschale und Stadthalle sowie am Pferdetor neben der Halle großflächig gebührenpflichtigen Parkraum. Den aber verstellt regelmäßig und ausgerechnet an Wochenenden der sogenannte Fischmarkt. Manuel Rupsch (CDU) forderte deshalb „zur Entlastung der Bürger“ (hier, der autofahrenden Bürger), die Verwaltung möge die Wiederöffnung der aktuell gesperrten Freifläche prüfen. „Seitdem dort Findlinge aufgestellt worden sind, gibt es ein größeres Problem, einen Stellplatz zu bekommen“, so Rupsch. „Wenn Veranstaltungen stattfinden, ist das Chaos perfekt.“ Die Freigabe der alten Parkfläche würde etwas Entspannung bringen, glaubt Rupsch und „dass Pkw dann nicht mehr wild auf den Wiesen sowie Fuß- und Radwegen stehen“.

Der Vorschlag rief die Grünen auf den Plan. Timo Gedlich erinnerte: „Der Stadtgartenbetrieb hat die Fläche für Pkw gesperrt, weil das Wurzelwerk der benachbarten Bäume schon beschädigt war.“ Gedlichs Fraktionskollege Jürgen Canehl verwies auf die kostenpflichtigen Parkplätze in der Nachbarschaft, außerhalb von Marktzeiten auskömmlich: „Die Gebühren wollen die Leute sparen und stellen sich auf andere Flächen. Das ist abzulehnen.“

Am Ende votierten 17 Räte für Öffnung (CDU, FDP, Gartenpartei), 17 dagegen (SPD, Linke/future!, Grüne); eine Enthaltung. Stimmengleichheit heißt Ablehnung. Der alte Parkplatz bleibt geschlossen.