Magdeburg l Das Magdeburger Amtsgericht hat einen Strafbefehl wegen der Vortäuschung einer Straftat gegen eine 30-jährige Frau aus Magdeburg erlassen. Sie akzeptierte die 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, so dass dieser nun rechtskräftig ist.

Die junge Frau hatte Anfang März 2019 eine größere Menge Bargeld in ihrer Geldbörse und diese verloren. Um ihrem Umfeld den Verlust zu erklären, erfand sie einen Raubüberfall. In der Mittagzeit sei sie auf einem Parkplatz eines Möbelhauses in der Salbker Chaussee überfallen worden. Sie gab an, ein "unbekannter Mann mit dunkler Haut", etwa 35 Jahre alt und 1,70 Meter groß, habe sie in gebrochenem Deutsch nach einer Zigarette gefragt. Als sie sagte, sie habe keine, griff der Mann ihr angeblich in die Handtasche und entriss daraus gewaltsam die Geldbörse mit den Papieren.

Später in der Vernehmung bei der Kriminalpolizei räumte die Frau aber ein, dass diese Schilderungen frei erfunden waren, teilte das Amtsgericht Magdeburg weiter mit. Beim Vortäuschen einer Straftat drohen bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe. Kann die junge Frau die Geldstrafe nicht zahlen, droht eine Ersatzfreiheitsstrafe.