Warten auf Sanierung

Straßen in Magdeburgs Südosten bröckeln weiter vor sich hin

„Loch an Loch – und hält doch.“ Das Sprichwort lässt sich auf die Hauptverkehrsader durch Magdeburgs Südosten anwenden, um deren Zustand zu beschreiben.

Von Marco Papritz
Der Straßenbelag bröckelt ähnlich wie hier im Bereich von Alt-Fermersleben an mehreren Stellen entlang der Hauptverkehrsachse durch den Südosten von Magdeburg.
Der Straßenbelag bröckelt ähnlich wie hier im Bereich von Alt-Fermersleben an mehreren Stellen entlang der Hauptverkehrsachse durch den Südosten von Magdeburg. Foto: Marco Papritz

Magdeburg - Es steht zwar fest, mit welchen Maßnahmen der Straßenzug von der Schönebecker Straße bis Alt-Westerhüsen verbessert werden soll. Den Zeitpunkt allerdings, wann mit der Abarbeitung des umfangreichen Baukatalogs begonnen werden soll, kann die Stadtverwaltung nicht benennen. Denn die Aufwertung der Hauptverkehrsachse ist eingebettet in den Verkehrsentwicklungsplan 2030plus, der sich aktuell noch in der Bearbeitung befindet, wie es auf eine Anfrage von Stadtrat Olaf Meister (Die Grünen/future!) von der Stadtverwaltung heißt. Erst mit Aussage zur Genehmigungsfähigkeit sowie finanzieller Einordnung könnten konkrete Aussagen zum Bauzeitraum einzelner Maßnahmen getroffen werden, wie der Beigeordnete Jörg Rehbaum (SPD) wissen lässt.

Gesamte Straßenraum wird verändert

Die Verkehrsentwicklungsplanung umfasst das gesamte Stadtgebiet und befindet sich in den letzten Zügen – zum Ende des Jahres soll sie fertiggestellt sein. Ziel sei weiterhin, die städtebauliche Aufwertung, die Verbesserung der Verkehrsqualität und der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in Form von barrierefreien Haltestellen, Radweg, beidseitigen Baumreihen und Parkmöglichkeiten für den gesamten Straßenzug von Buckau bis Westerhüsen, so Rehbaum. Klar ist mit Blick auf die einzelnen Baumaßnahmen, dass der gesamte Straßenraum (Geh- und Radwege sowie die Straßen für den Fahrzeugverkehr) eine „wesentliche Veränderung“ erfahren wird.

In Buckau ist dies bereits geschehen – im Abschnitt zwischen Warschauer und Budenbergstraße wird die Hauptverkehrsader nach dem Bau der neuen Trasse zwischen Schönebecker Straße und Leipziger Straße seit der Freigabe im Dezember stadtein- und auswärts jeweils nur noch einspurig für den Fahrzeugverkehr geführt. Die Erneuerung der Straßenbahngleise, wie in Buckau bereits teilweise geschehen, ist für die gesamte Länge bis nach Westerhüsen vorgesehen.

Bewohner aus Südost betonten bei einer Diskussionsrunde mit Vertretern des Stadtplanungsamtes über die Entwicklung ihrer Stadtteile, dass sich besonders die Infrastruktur verbessern müsste. „Teilweise ist sie noch wie aus Kaisers Zeiten“, wie es hieß.