Magdeburg l Heinrich Apel hat mit seinen Kunstwerken an vielen Stellen Magdeburgs seine Spuren hinterlassen. Im Juli 2020 hatte die Fraktion Gartenpartei/Tierschutzallianz einen Antrag gestellt, eine Straße oder einen Platz nach ihm zu benennen. Dazu gab es einen Änderungsantrag von Oliver Müller (Die Linke) und Carola Schumann (FDP). Die Verwaltung solle prüfen, unter welchen Bedingungen ein Schild in der Leiterstraße an den Künstler erinnern könne. Diese wurde maßgeblich durch Heinrich Apels Kunst aufgewertet: Hier befindet sich der auch Teufelsbrunnen genannte Faunbrunnen. Die Benennung des Platzes solle ausdrücklich so geschehen, dass die Anlieger ihre bestehenden Adressen behalten können. Ja, das kann man so machen, meinte am 7. Dezember 2020 auch eine Mehrheit des Magdeburger Stadtrats und stimmte den Ideen zu.

Vorangegangen war aber eine neuerliche Diskussion. So erläuterte Grünen-Stadträtin Julia Mayer-Buch, warum sie als Einzige im Kulturausschuss gegen das Ansinnen gestimmt hatte: Zwar sei sie ein Fan von Heinrich Apel. Er sei „einer der Besten“. Prinzipiell steht sie aber auch hinter der Initiative, Straßen und Plätze vor allem nach Frauen zu benennen. Aber eine Ehrung, so die Stadträtin, sei auch anders möglich. Unter anderem sei ein Rundgang zum Thema Heinrich Apel und seinen Werken in Magdeburg denkbar.

Mehr als ein Schild

Frank Schuster (CDU) gab sich gleichermaßen als Fan von Heinrich-Apel-Werken zu erkennen. Er sagte: „Es sollte mehr an ihn erinnern als ein Schild am Teufelsbrunnen. Die Idee einen Rundgang zu schaffen, ist eine sehr sinnvolle Ergänzung.“ Vielleicht könnte man ja den Startpunkt für den Rundgang an den Platz mit dem Schild legen.

Carola Schumann mochte trotz der Idee, eine Kulturroute zu schaffen, nicht von dem Vorschlag nach einer Platz- oder Straßenbenennung abrücken: „Man kann doch mehrere Dinge machen.“