Magdeburg l Die bange Frage zum Monatswechsel: Schlägt die Corona-Krise, wie von vielen befürchtet, im November 2020 auf dem Arbeitsmarkt durch? Bislang nicht, ist den am 1. Dezember 2020 veröffentlichten Zahlen der Agentur für Arbeit zu entnehmen. „Der November zeigte sich wechselhaft – nicht nur beim Wetter“, resümiert Matthias Kaschte, Chef der Agentur im Kammerbezirk Magdeburg, zu dem neben Magdeburg auch die Landkreise Börde und Jerichower Land gehören.

Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat und trotz steigenden Infektionsgeschehens gesunken. „Im Vorjahresvergleich ist jedoch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen“, so Matthias Kaschte. Der Zugang an freien Stellen, die bei der Agentur gemeldet wurden, liegt deutlich unter dem Vorjahreswert. „Dies ist ein Zeichen für die Ungewissheit bei den Unternehmen, wie sich die kommenden Monate und die eigene wirtschaftliche Situation entwickeln werden“, so Kaschte.

Quote sinkt um 0,5 Prozentpunkte

Im Vergleich zum Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen in Magdeburg im November um 601 auf 10.630 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0,5 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent.

Von den guten Werten des Vorjahres ist der Magdeburger Arbeitsmarkt trotz der verhalten positiven Entwicklung noch weit entfernt. So hatte die Zahl der Arbeitslosen in Magdeburg zuletzt nach vielen Jahren die 10.000er Marke deutlich unterschritten.

Im Bereich der Unterbeschäftigung, in der neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst sind, waren 14.843 Menschen registriert – 554 Personen weniger als im Oktober und 39 weniger als im November 2019, heißt es seitens der Magdeburger Agentur für Arbeit in ihrem Bericht zum Monat November 2020. Nicht in dieser Zahl enthalten sind aber die zahlreichen Kurzarbeiter.