Magdeburg/Berlin l Es ist der Traum vieler Designer – das eigene Kleid auf dem Laufsteg von Heidi Klums Castingshow „Gemany’s next Topmodel“ (GNTM). Neben schönen Mädchen tragen seit jeher außergewöhnliche und prachtvolle Kleider zum Erfolg der Show bei. Magdeburgs Designerin Carolin Goldmann (32) hat es geschafft. Zwei ihrer "Lady Caro Lynn"-Kleider waren am Donnerstag in der Finalshow zu sehen.

Präsentiert wurden sie von Micaela Schäfer und Sara Kulka, zwei ehemaligen GNTM-Kandidatinnen. Die beiden Models waren zwei von neun Ehemaligen, die beim Showdown zum All-Stars-Auftritt eingeladen wurden. Bedingung des Senders Pro7: Sie müssen sich in einem weißen Outfit präsentieren. Micaela Schäfer, die vor allem durch ihren freizügigen Kleidungsstil Berühmtheit erlangte, wandte sich an Carolin Goldmann. Die Magdeburgerin schneidert seit Jahren Outfits für das Model.

Ein Kleid war schnell gefunden und vom TV-Sender abgesegnet. Es umfasst für die als Nacktmodel bekannte Micaela Schäfer außergewöhnlich viel Stoff; genaugenommen sind gut 100 Meter Tüll in dem Kleid verarbeitet. Hinzu kommen Hunderte Perlen, die Carolin Goldmann per Hand eingearbeitet hat. Das Kleid war bereits beim Leipziger Opernball zu sehen und wurde aus über 100 Kleidern unter die Top 10 der schönsten Opernballkleider gewählt.

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Millionen sehen die Magdeburger Kleider

Schon da war die Designerin unglaublich stolz. Doch dieses Kleid nun vor einem Millionenpublikum in der GNTM-Finalshow zu sehen, übertrifft das um ein Vielfaches. "Ich habe mir die Show mit meiner besten Freundin angeschaut. Wir haben beide laut aufgequiekt, als es zu sehen war", erzählt sie. Und noch mehr habe sie sich gefreut, dass Heidi Klum, die sich neugierig zeigte, was das Nacktmodel wohl tragen werde, ihr Kleid in den höchsten Tönen lobte. "Nun hat Heidi Klum, die ja mit Tom Kaulitz verheiratet ist, nicht nur einen Magdeburger zu Hause, sondern auch zwei Kleider aus Magdeburg in ihrer Show."

Das zweite Kleid, das Ex-Kandidatin Sara Kulka trug, war übrigens nicht weniger eindrucksvoll. Auch für sie hatte Carolin Goldmann schon Outfits für Auftritte gefertigt. "Ich habe Sara ein paar Entwürfe gefertigt und ihr geschickt. Als sie sich für eines entschieden hat, habe ich ein paar Nachtschichten eingelegt und es in knapp einer Woche fertig gemacht", erzählt die Magdeburgerin.

Lob und Anerkennung auf allen Kanälen

Nun, nachdem ihre beiden Kleider in der Show zu sehen waren, wird sie mit Lob und Anerkennung überhäuft. "Es melden sich wildfremde Menschen auf allen Kanälen und schreiben mir, wie schön die Kleider aussahen." Sie sei sehr dankbar, dass sie solch "verrückte" Kleider nähen darf. Derartige Kleider werden oft für Shootings gebucht und waren schon bei Fotografen in Paris, Los Angeles und New York. Die Kleider, die Micaela Schäfer und Sara Kulka im GNTM-Finale trugen, bekommt die Magdeburgerin übrigens wieder.

Die 15. Staffel von "Germany‘s Next Topmodel" gewonnen hat die 21-jährige Jacky Wruck. Natürlich stand auch die TV-Show im Zeichen der Corona-Pandemie. So war war Heidi Klum coronabedingt aus der Ferne zugeschaltet. Zudem waren weder Zuschauer noch hochkarätige Stargäste in der Show. Das Publikum wurde durch Pappaufsteller ausgetauscht und Videoschalten ersetzen die physische Anwesenheit der Moderatorin Klum.