Magdeburg l „Mein grüner Kaktus“ – unter diesem Titel hat ein Team des Uniradios „Guericke FM“ der Otto-von-Guericke-Universität eine Reihe initiiert, bei der Magdeburger mit Magdeburgern ins Gespräch kommen. Zum Team gehört Daniel Korenev, und er sagt: „Es geht uns darum, die Akteure der verschiedensten Bereich miteinander ins Gespräch zu bringen. Es geht um den Meinungsaustausch, auch um die Kontroverse.“ In einer Folge ging es so um den Leerstand von Ladenlokalen in der Magdeburger Innenstadt und welche Perspektiven sich hier angesichts eines zunehmenden Drucks aus dem Online­handel ergeben. Ein Fokus hier: Die freie Kulturszene, die Leerräume mit neuen Ideen füllen kann.

Eléna Blüm, die ebenfalls aktiv an dem Projekt mitwirkt, ergänzt: „Das Ziel ist aber nicht zuletzt, neue Ansatzpunkte für Kooperationen zu finden.“ Eine Stadt, die im Jahr 2025 europäische Kulturhauptstadt werden möchte, müsse neue Wege entdecken und beschreiten, davon ist auch Daniel Schmidt überzeugt, der gemeinsam im Studio im Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Universität an der Kreuzung Gareisstraße/Denhardtstraße an einer weiteren Folge arbeitet.

Ehrenamt im Radio

Die ehrenamtlichen Radiomacher setzen dabei auf zwei Formate. Es gibt zum einen Studiosendungen. In diesen kommen die Akteure zu Wort, deren Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung in diesem Jahr vom Organisationsbüro der Stadt unterstützt werden. Unter anderem waren das Projekt SoulWarz, die Bewegung der Magdeburger Radkultur und die Initiative zur Rettung von Lebensmitteln in den Sendungen bislang Thema.

Zum anderen gibt es aber auch Livesendungen mit Publikum. Die ersten beiden wurden schon gesendet. Die nächsten beiden sind für den 15. Oktober und den 10. Dezember geplant. Bei diesen Diskussionen ist auch das Publikum gefragt.

Offen für Magdeburg

Auch wenn es sich bei dem Uniradio der Otto-von-Guericke-Universität um ein Programm handelt, in dem vor allem Studenten mitarbeiten und der Fokus daher oft auf Themen des Magdeburger Hochschul- und Unilebens liegt – erreicht werden sollen auch andere. In einem Gespräch mit dem Kulturhauptstadtbüro hatte Daniel Korenev dazu folgerichtig gesagt: „Mit unserer Kultursendung möchten wir uns nun aber auch an die Menschen wenden, die als Magdeburgerinnen und Magdeburger den Facettenreichtum der Kulturlandschaft ihrer Stadt bis jetzt noch nicht ganz erschlossen haben.“

Das Uniradio wolle dazu beitragen, die Stadt aus der kulturellen Perspektive kennenzulernen. „Auch all diejenigen, denen die die Kultur Magdeburgs bereits am Herzen liegt, sollen sich von dem gegenwärtigen Engagement zahlreicher Akteurinnen und Akteure angesprochen fühlen“, so Daniel Korenev. Eléna Blüm sieht dabei in Magdeburg eine Stadt mit einem großen Potenzial: Hier gibt es Raum, Vielfalt und Menschen, die etwas bewegen möchten.

Unterstützt wird das Projekt des Guericke FM übrigens vom Kulturhauptstadtbüro. Gesendet wird im Internet. Hier gibt es auch eine Mediathek vorheriger Sendungen.