Magdeburg l Heftige Unwetter zogen über die Landeshauptstadt. Insbesondere am frühen Sonnabendabend, 13. Juni 2020, schepperte es über Magdeburg. 45 Einsätze zählte die Feuerwehr Magdeburg im Zusammenhang mit der Gewitterfront und der damit einhergehenden Starkregenphase. Der Schwerpunkt der Einsatzstellen lag hierbei im nördlichen Bereich der Landeshauptstadt, teilt Christian Dudek vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt mit.

Von den 45 Einsätzen mussten die Einsatzkräfte achtmal Baumhindernisse beseitigen, welche auf Straßen und Gehwegen gestürzt waren. Bei einem Einsatz wurde durch herabfallende Baumteile ein Pkw beschädigt sowie eine Zaunanlage im Mitleidenschaft gezogen.In vier Einrichtungen lösten die Brandmeldeanlagen aus. Aufgrund der Starkregenphase und den damit auftretenden erheblichen Wassermengen kam es in diesen Einrichtungen zu technischen Problemen an den Brandmeldeanlagen.

Wasser in Fahrstuhlschächten

Bei insgesamt 33 Einsätzen wurde die Feuerwehr zu Ereignissen gerufen, welche mit dem Eindringen von Wasser in Gebäuden zu tun hatten. So musste unter anderem eine Tiefgarage eines Wohnhauses durch abpumpen von den eingelaufenen Wassermengen nutzbar gemacht werden. Weiterhin bezog sich eine eingehende Meldung darauf, dass sich in der Umfassungsstraße die Kanaldeckel durch den Wasserdruck angehoben hatten. Diese Information wurde umgehend an die zuständigen Stellen weitergeleitet, damit diese notwendige Maßnahmen einleiten konnten.

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Auch Fahrstuhlschächte und Keller von Mehrfamilienhäusern in der Dr.-Grosz-Straße sowie in der Lübecker-Straße seien überflutet worden. Knapp drei Meter habe das Wasser in den Schächten gestanden. Die Feuerwehr pumpte die Wassermassen ab und war im Dauereinsatz. Der Parkplatz des Edeka-Marktes in der Rothenseer Straße war gänzlich überflutet und es bildete sich gar ein kleiner See. Das Wasser drängte bis in den Markt.

Neben den Einsatzkräften beider Feuerwachen der Berufsfeuerwehr Magdeburg wurden auch viele der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Magdeburg zur Abarbeitung der Einsätze im Stadtgebiet eingesetzt. Die freiwilligen Feuerwehren, welche nicht zu den entsprechenden Einsätzen im Zusammenhang mit der Wetterlage alarmiert worden sind, sicherten den Brandschutz und die Hilfeleistung im Stadtgebiet in dieser Zeit ab.