Magdeburg (ri) l Das kommunale Verkehrsunternehmen MVB hat fünf Gelenkbusse und zwei Minibusse angeschafft. Die Fahrzeuge werden ab August im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Notwendig sind sie, um den Schienenersatzverkehr im Zuge der Baustellen in der Stadt absichern zu können. Wenn diese Aufgaben bewältigt sind, werden ältere Fahrzeuge ausgemustert. Die MVB investieren insgesamt 1,76 Millionen Euro für die neuen Fahrzeuge.

„Die Fahrzeuge setzen neue Maßstäbe im Busverkehr von Magdeburg“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Mehr Platz für Rollstühle

Bei den modernen Gelenkbussen handelt es sich um 18 Meter lange Diesel-Gelenkbusse des Typs „Urbino 18“ der neuen, dritten Generation von Solaris. Die Fahrzeuge des polnischen Herstellers entsprechen dem gegenwärtig anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard Euro 6 und verfügen über Ruß- und Stickoxidfilter. Die Busse sind auf ihrer gesamten Länge niederflurig, verfügen über eine Klapprampe für Rollstuhlfahrer und haben ein erheblich vergrößertes Multifunktionsabteil an der zweiten Tür mit ausreichend Platz für Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren und Fahrräder. Hier sind neue Anlehnhilfen eingebaut worden. Erstmals können zwei Rollstühle gleichzeitig an geeigneten, am Boden markierten Plätzen befördert werden.

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Die modernen LED-Leuchten über den Türen im Fahrgastraum signalisieren optisch über einen Farbwechsel, ob die Tür geöffnet ist (weiß) oder sich gerade schließt (rot). Darüber hinaus besteht die Innenbeleuchtung aus einem durchgängigen LED-Lichtband, sodass der Bus nachts gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

Besseres Raumklima

„Durch die Temperierungsanlage wird kein kaltes, aber ein merklich angenehmeres Raumklima im Bus geschaffen. Die Anlage sorgt dafür, dass die Innentemperatur des Busses die Außentemperatur nicht übersteigt. Die Busse werden also abgekühlt, aber eben nicht auf Gefrierschrankniveau. Die Luftentfeuchtung sorgt dafür, dass im Bus keine schwüle Luft zu spüren ist“, erklärt Birgit Münster-Rendel. Jeder Bus bietet etwa 140 Fahrgästen Platz, davon 35 sitzend.

Neben den fünf Gelenkbussen wurden auch zwei neue Minibusse „Sprinter City“ von Mercedes-Benz gekauft. Diese sieben Meter langen Busse sind in ihrer Ausstattung einem Standardbus nahezu identisch – nur eben eine Nummer kleiner. Über eine Doppel- und eine Einfachtür kann ein- und ausgestiegen werden. Der Innenraum bietet zwölf Sitzplätze und eine ausreichende Stehhöhe.

Minibusse sind flexibler einsetzbar

Die Minibusse können sinnvoll im Schwachlastverkehr am Abend und auf weniger stark nachgefragten Linien eingesetzt werden. Einsatzgebiete könnten so zum Beispiel die Rufbuslinien am Abend (Linien 51, 55, N9) oder die Linien 61 und 72 sein. Bei Baustellen und Umleitungen können diese Busse dank ihres kleineren Wendekreises flexibler eingesetzt werden.

Mit den neuen Bussen verfügen die MVB vorübergehend über insgesamt 58 Busse.