Erweiterungsbau

Verzögerung bei Bauarbeiten an Magdeburger Grundschule „Am Brückfeld“

Die Grundschule „Am Brückfeld“ in Magdeburg wird um einen neuen Gebäudeflügel erweitert. In den Räumen soll ab 2021/22 Platz für mehr Schüler geschaffen werden. Doch aktuell wird immer noch daran gebaut.

Von Konstantin Kraft
Mit dem Anbau wird Platz für mehr Schüler in der Grundschule „Am Brückfeld“ in Magdeburg geschaffen. Diese Erweiterung soll bereits zum nächsten Schuljahr greifen. Bis dahin ist noch etwas zu tun.
Mit dem Anbau wird Platz für mehr Schüler in der Grundschule „Am Brückfeld“ in Magdeburg geschaffen. Diese Erweiterung soll bereits zum nächsten Schuljahr greifen. Bis dahin ist noch etwas zu tun. Foto: Konstantin Kraft

Magdeburg - Für rund 7,72 Millionen Euro wird die Grundschule „Am Brückfeld“ um einen Gebäudeflügel erweitert und ein Teil des Bestandsgebäudes modernisiert. Der beige lackierte Anbau am roten Schulensemble grenzt an den Radweg „Kanonenbahn“ und soll Platz für mehr Klassen, die Verwaltung und den Hort schaffen. Eigentlich hätte der Erweiterungsbau schon im Frühjahr fertig werden sollen. Schließlich sollen die neuen Kapazitäten für das Schuljahr 2021/22 bereits genutzt werden. Geplant ist, dass die Schule von der jetzigen Zweizügigkeit auf eine Dreizügigkeit erweitert wird. 

Das Problem: Der Abschluss der Bauarbeiten verzögert sich. Obwohl der neue Gebäudeflügel wenigstens von außen betrachtet, recht fertig erscheint, wird innen und auf dem Weg davor noch gebaut und gebaggert. So drängt sich die Frage auf, ob eine Nutzung des Anbaus zum neuen Schuljahr tatsächlich klappt.

Erhebliche Lieferverzögerungen

„Die Schule startet mit Schuljahresbeginn 2021/22 in den neuen Räumlichkeiten“, erklärt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Nachfrage. Derzeit würden noch Restarbeiten (Maler, Türen, Einlegen der Deckenplatten) an dem Erweiterungsneubau durchgeführt

Für die 25. Kalenderwoche (ab dem 21. Juni) wäre dann aber die Bauendreinigung angesetzt. Die baurechtliche Abnahme ist zwei Wochen später terminiert. Durch den Fachbereich Schule und Sport soll in den Ferien die Ausstattung der neuen Räume erfolgen. Der Hort soll am 23. Juli in den Erweiterungsbau umziehen.

Derweil bleibt auch vor dem Anbau noch einiges zu tun: „Bei den Außenanlagen gab es erhebliche Lieferverzögerungen der Schmutzwasserleitungen“, heißt es aus dem Rathaus. Die entsprechenden Kanalarbeiten für das Schmutzwasser sollen bis zum 18. Juni fertig werden. Parallel werde aktuell die Regenentwässerung eingebaut.

Modernisierung ab Ende Juli

„Die komplette Fertigstellung der Außenanlagen ist zum Ende der Sommerferien geplant, sofern es nicht zu weiteren Lieferverzögerungen kommt“, so der weitere Fahrplan. Neben den erwähnten Lieferverzögerungen hätten unter anderem auch Ausfälle von Mitarbeitern im Zuge der Corona-Pandemie zu den Verzögerungen im Bauablauf geführt. Immerhin: Nach derzeitigem Stand könne der Kostenrahmen von 7,72 Millionen Euro für die Baumaßnahme an der Schule gehalten werden, konstatiert Kerstin Kinszorra.

Sobald der Hort in den Erweiterungsbau umgezogen ist, soll zudem das Untergeschoss im Bestandsgebäude modernisiert werden. Mit diesen Modernisierungsarbeiten soll es ab dem 26. Juli losgehen. „Die Materialien sind geordert und vorrätig, die Firmen entsprechend eingetaktet.“

Der Stadtrat hat bereits 2016 den Grundstein dafür gelegt, dass die Grundschule an der Friedrich-Ebert-Straße erweitert werden kann. Grund dafür sind die steigenden Schülerzahlen in der Landeshauptstadt. In diesem Zusammenhang steht auch der Beschluss für den Ersatzneubau der Gemeinschaftsschule „Thomas Mann“ auf dem bisherigen Bauhof-Gelände am Winterhafen. Geplante Bodenuntersuchungen an dem Standort mussten unterbrochen werden, weil im Nahbereich ein brütendes Rotmilanpaar entdeckt worden war.