Magdeburg l Es wird in den kommenden Tagen weiterhin keinen Wintereinbruch in Magdeburg geben. "Das Wochenende wird zwar etwas kühler, aber nicht winterlich", sagt Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. In der Nacht zum 11. Januar 2020 werde eine Kaltfront über Mitteldeutschland ziehen und der Sonnabend entsprechend kälter. "Die relativ warmen Temperaturen sind mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich, aber weit von der Normalität entfernt", ergänzt der Wetterexperte.

Für Sonnabend werden Temperaturen von fünf bis sieben Grad Celsius prognostiziert. Dazu werde es überwiegend sonnig sein und nur ab und zu ein paar Tropfen Regen geben. "Es wird aber nicht so ein ausdauernder Niederschlag wie in den vergangen Tagen sein", so Hain. In der Nacht zum Sonntag werde es sternenklar sein, weshalb es zu einem nächtlichen Temperturabfall komme. "Die Frühaufsteher, die Sonntagfrüh mit dem Auto los wollen, sollten einen Eiskratzer dabei haben", sagt der Meteorologe voraus. Im Laufe des Tages werde es aber wieder wärmer. die Temperaturen sollen dann leicht über denen des Vortags liegen.

Keine Wetteränderung wahrscheinlich

In der folgenden Woche sind die geringen Temperaturen wieder Geschichte. Thomas Hain sagt: "Die Thermometeranzeige wird wieder in den zweistelligen Bereich steigen." Es sei auch keine gravierende Änderung des Wetters zu erwarten. "Für den Januar brauchen sich die Magdeburger nicht auf Winter einstellen." Schnee in den mitteldeutschen Tieflagen sei nicht in Sicht, so der Mitarbeiter des DWD. Eine seriöse Vorhersage der Wetterentwicklung sei zwar nur für zehn bis 14 Tage möglich. "Aber der Wind kommt häufig aus südlicher Richtung und bringt warme Luftmassen nach Deutschland, deshalb rechne ich nicht mit einer gravierenden Abkühlung", sagt Hain. 

Generell befinden sich die Temperaturen über dem Januarmittel und es ist für die Jahreszeit zu warm, wie aus den Statistiken des DWD zu entnehmen ist. Ob es noch zu einem Wintereinbruch kommt, möchte Thomas Hain nicht ausschließen: "Es gibt ja noch den Februar, vielleicht wird es dann ja etwas winterlicher."