Magdeburg l Die Preise für Eigenheime sind in den vergangenen Monaten in Magdeburg weiter gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie „LBS Markt für Wohnimmobilien 2020“ der Landesbausparkassen. Aktuell kostet ein gebrauchtes Einfamilienhaus durchschnittlich 250 000 Euro. Die Preisspanne habe sich zwischen 180 000 und 400 000 Euro bewegt. Ein Jahr zuvor hatten die Preise noch deutlich darunter gelegen: Der am häufigsten genannte Preis lag bei 220 000 Euro, der niedrigste bei 150 000, der höchste bei 340 000 Euro. 

Ähnlich sieht es bei Reihenhäusern aus zweiter Hand aus. Sie lagen jetzt meist bei 180 000 Euro. Die Preisspanne bewegte sich zwischen 150 000 und 250 000 Euro. Vor einem Jahr war der heutige mittlere noch der Spitzenwert. Damals war von 100 000 bis 180 000 Euro die Rede, wobei hier der meistgezahlte Wert bei 150 000 Euro lag.

Wer einen Neubau plant, zahlt für erschlossenes Bauland durchschnittlich 180 Euro pro Quadratmeter. „Je nach Lage liegen die Preise zwischen 150 Euro und 260 Euro“, so LBS-Gebietsleiter Andreas Bürth. Während der niedrigste und der meistgenannte Wert dem vor einem Jahr entspricht, lag der Spitzenwert zu diesem Zeitpunkt erst bei 230 Euro pro Quadratmeter.

Auch Reihenhäuser und Wohnungen untersucht

Für ein neues Reihenhaus müssen im Mittel inzwischen insgesamt 280 000 Euro aufgebracht werden. Die Kosten lagen dabei zwischen 220 000 und 360 000 Euro. Hier gab es im Vergleich zur Studie vor einem Jahr keine Veränderungen. Unter die Lupe genommen haben die Experten der zur Sparkassengruppe gehörenden Landesbausparkassen auch die Eigentumswohnungen. In Magdeburg kostet eine gebrauchte Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern durchschnittlich 96 000 Euro – das entspricht einem Quadratmeterpreis von 1200 Euro. Die niedrigsten Angebote lagen bei 800, die höchsten bei 1800 Euro. Etwas preiswerter war es noch ein Jahr zuvor: Beim meistgenannten Wert von 1000 Euro gab es hier Angebote ab 600 und bis 1800 Euro. Der mittlere Quadratmeterpreis für eine vergleichbare Neubauwohnung liegt bei 3500 Euro – mit den niedrigsten Angeboten bei 2800 und den höchsten bei 4000 Euro. Hier hat es im Vergleich zum Jahr zuvor keine Veränderung gegeben.

Andreas Bürth geht davon aus, dass Corona und die Folgen weitere Preisschübe verhindern. „Die Nachfrage nach Wohn­eigentum wird aber weiter anziehen, darum rechne ich auch nicht mit einem Preisverfall“, sagte er jetzt. Die Stadt Magdeburg versucht dem Interesse am eigenen Heim Rechnung zu tragen. Industrie­brachen wie derzeit das Gelände des früheren Junkerswerks in der Neuen Neustadt werden ebenso genutzt wie ehemals landwirtschaftliche Flächen wie jetzt am Kümmelsberg. Weitere Flächen sind zur Eigenheimbebauung im Gespräch.