Magdeburg l In Magdeburg-Stadtfeld sind Parkplätze Mangelware. Deshalb werden auch Gehwege, Kurven und Kreuzungen zugeparkt. Auch auf Sperrflächen werden Autos abgestellt, wie an jenen am Zebrastreifen in der Arndtstraße in Höhe Lessingplatz.

Augenscheinlich dienen die Sperrflächen dazu, Autofahrern freie Sicht auf eventuell wartende Fußgänger zu gewähren. Praktisch funktioniert dies allerdings oft gar nicht, weil dort Autos stehen, wie der Magdeburger Arno Battke immer wieder beobachten muss.

Blumenkübel oder Poller

Weil er sich damit nicht abfinden wollte, wandte er sich mit eigenen Vorschlägen an die Stadtverwaltung, um Abhilfe zu schaffen. Einfache Fahrradbügel hatte er zum Beispiel für möglich gehalten und sogar angeboten, sie zu bezahlen. Alternativ wären seiner Meinung nach auch Poller oder Blumenkübel eine Möglichkeit, um Autos fernzuhalten.

Doch in den Augen der Stadtverwaltung Magdeburg ist das kein probates Mittel, wie Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Anfrage mitteilt. „Die Sperrfläche in Richtung Fußgängerüberweg kennzeichnet ein gesetzliches Parkverbot und dient grundsätzlich als Ausfahrbereich für den Busverkehr an der Haltestelle“, erklärt sie. Dass solche Flächen laut StVO von niemand befahren werden dürfen, zählt dabei offenbar nicht.

Blumenkübel gefährden Verkehr

Fahrradbügel oder Blumenkübel seien „nicht nur gesetzeswidrig, sondern vor allem hochgradig verkehrsgefährdend“, sagt sie. Und lässt dabei außer Acht, dass die Falschparker ebenfalls verkehrsgefährdend handeln. Eigene Lösungen für das Problem hat die Verwaltung nicht, sondern verweist nur auf Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Dabei gibt es durchaus Vorbilder, zum Beispiel im Kirschweg, wie Arno Battke beobachtet hat. Dort wurde eine Sperrfläche baulich abgegrenzt. Zusätzlich könnte die Haltestelle einen Meter verschoben werden, wenn der Ausfahrtbereich so wichtig ist, schlägt der Stadtfelder vor.