Magdeburg l Seit dem 24. April 2020 ist der Zoo Magdeburg trotz Corona-Krise wieder geöffnet. Fast zeitgleich feiert das junge Spitzmaulnashorn Malte seinen ersten Geburtstag. Am Dienstag ist es soweit.

Der kleine Bulle ist gar nicht mehr so klein. Aus den ursprünglich 35 Kilo Gewicht zu seiner Geburt sind jetzt, zwölf Monate später, kräftige 300 Kilo geworden. Auch von der Größe her kann er es mittlerweile fast mit seiner Mutter Maleika aufnehmen.

Nashorn spielt mit WG-Bewohnern

Während seines ersten Lebensjahres entwickelte er sich nicht nur prächtig, sondern fand laut den Tierpflegern bereits viele tierische Kumpanen. Auch an Langweile mangelt es Malte im Magdeburger Zoo nicht. Sein Gehege teilt er sich mit Bless- und Wasserböcken sowie Antilopen. Diese sorgen für eine willkommene Abwechslung des Jungtiers, natürlich alles unter der strengen Beobachtung der Mama.

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Aufgrund des Ausbruchs von Covid-19 und den damit einhergehenden Sicherheitsbestimmungen fällt der Festtag am 28. April jedoch verhalten aus. Statt einer öffentlichen Fütterung von Malte findet nun eine private Feier mit seinen Pflegern und reichlichen Leckerlis statt. "Doch auch öffentliche Besuche bei ihm sind jederzeit gerne gesehen, so oft wie möglich ist er schließlich im Außengehege unterwegs. Er ist ja auch unser Publikumsliebling", berichtet Zoo-Sprecherin Regina Jembere.

Nashorn-Zukunft noch ungewiss

Hinblicklich seiner Zukunft im Zoo ist noch keine Entscheidung gefallen. Was zukünftig mit dem kleinen Nashorn passiert, entscheidet sich sehr wahrscheinlich erst an seinem zweiten Geburtstag. Dann steht nämlich zur Diskussion, ob er in einen anderen Zoo verlegt oder ausgewildert wird. Die Gründe für das Vorgehen sind vielfältig, doch hauptsächlich spielen weitere Zuchtvorhaben und Platzgründe eine Rolle.

Jetzt aber freuen sich das Jungtier und die weiteren tierischen Bewohner erst einmal über die Aufmerksamkeit der Zoo-Besucher. Außerdem können interessierte Tierfreunde das Leben des kleinen Malte über einen Livestream auf der Youtube-Seite des Magdeburger Zoos mitverfolgen. Auch Neuigkeiten über den Alltag des Nashornkindes werden dort veröffentlicht.

Doch gerade einem persönlichen Besuch steht, mit besonderer Vorsicht und Einhaltung der Hygienemaßnahmen, nun nichts mehr im Wege.