Magdeburg l Tragen Sie sich auch mit dem Gedanken, einmal in Ihrem Leben in einem bitterkalten Winter durch ein Hochgebirge zu stapfen? Respekt! Doch sollten Sie sich vorher unbedingt ein paar Eigenschaften der Schneeleoparden zu eigen machen. Die klettern nämlich nicht nur mit erstaunlicher Leichtigkeit durchs Gebirge und springen waghalsig auf Bäume oder balancieren im Geäst. Nein, diese Großkatzen sind auch wunderbar an das Leben im kalten Hochgebirge angepasst. Und zwar so:

  1. Mit ihren vergrößerten Nasenhöhlen können Schneeleoparden Gebirgsluft mit Temperaturen von bis zu minus 40 Grad vorwärmen, bevor diese in die Lunge gelangt.
  2. Die extrem großen und behaarten Pfoten wirken wie Schneeschuhe. Damit sinken sie nur wenig im weichen Schnee ein.
  3. Als Rekordhalter im Weitsprung überwinden Schneeleoparden Gletscherspalten, die bis zu 15 Meter breit sein können.
  4. Das dicke Unterfell am Bauch wird bis zu zwölf Zentimeter lang. Das dient dem Kälteschutz. Und den langen buschigen Schwanz legen sie sich einfach wärmend um den Körper.
  5. Das weiß-graue Fell bietet zudem optimale Tarnung in den Felsen und im Schnee.

Wer jetzt die Lust an einer Schneewanderung verloren hat und lieber Schneeleoparden bestaunen will, kann drei der seltenen Exemplare im Zoo Magdeburg sehen. Hier leben das Männchen Valo und die Weibchen Dina und Nala. Letzteres kam 2017 aus Tallinn nach Magdeburg. Nachwuchs gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach: Zwillinge 2009, Zwillinge 2011, Drillinge 2013 und nochmals Zwillinge im Jahr 2015.

Und es soll weiter gezüchtet werden. Schließlich gibt es in Freiheit schätzungsweise nur noch um die 6000 Schneeleoparden. Tendenz fallend. Damit zählen die Schneeleos zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Großkatzen auf der Erde.