Magdeburg l Sie war zu einer kleinen Attraktion im Osten der Landeshauptstadt Magdeburg geworden, nun ist Nandu-Dame „Püppi“ vermutlich tot. Ein Laufvogel ist am 12. Juli von einem Zug erfasst und tötlich verletzt worden. Das bestätigt die Bundespolizei auf Nachfrage. Der Unfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr auf der Strecke zwischen Magdeburg und Zerbst nahe der Ortschaft Menz. Eine Regionalbahn stieß mit dem Vogel zusammen. Wie die Bundespolizei auf Nachfrage erklärt, habe der Zug keinen Schaden genommen und auch verletzte Personen habe es nicht gegeben. Eine kurze Streckensperrung habe aber zu Verspätungen geführt.

Das Tier sei gemeinsam mit dem vermeintlichen Besitzer und dem zuständigen Jagdpächter Uwe Truckenmüller geborgen worden. „Eine hundertprozentige Garantie, dass es sich um Püppi handelt, gibt es nicht“, sagt Truckenmüller im Volksstimme-Gespräch. Er habe bereits im Vorfeld Kontakt mit dem Eigentümer gehabt, dem Püppi entlaufen war.

Der Eigentümer zeigte sich betrübt: „Wir hatten gehofft, dass wir sie noch wieder einfangen können.“ Allerdings seien sich die Eigentümer nicht sicher, ob es sich bei dem Tier wirklich um Püppi gehandelt habe. Der getötete Vogel sei durch die Verletzungen stark entstellt gewesen. Und: „So weit weg ist sie eigentlich nie gelaufen, bis Pechau ja, aber weiter nicht“, sagt der Besitzer. So bleibt für sie die Hoffnung, dass Püppi vielleicht doch noch lebt. Es gebe weitere Nandu-Halter in der Region. Die Eigentümer hatten mehrere Versuche unternommen, Püppi einzufangen. Ohne Erfolg.

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Die Nandu-Dame war in der ostelbischen Feldmark immer wieder gesehen worden, unter anderem sorgte sie für Aufregung in einer Gartensparte. Da von dem Nandu keine Gefahr ausging, konnte er auf freiem Fuß bleiben. Die Behörden waren aber informiert.