Oebisfelde l  Die Biosphärenreservatsverwaltung Drömling in Oebisfelde hat dieses Projekt mit dem Gespa-Verein aus Göttingen initiiert. Sonnabend wurde die Premiere öffentlich präsentiert.Was Tolles dieser Gruppe im damaligen Alter von 8 bis 17 Jahren mit ihren Filmaufnahmen im Verlauf der einjährigen Dreharbeiten für den Kurzfilm „Biber und Bienen im Kranichwald“ gelungen ist, das wurde den Akteuren selbst wohl auch erst am Sonnabend bei der Premiere im „Drömlings-Informations-Zentrum“ der Biosphärenreservatsverwaltung in Oebisfelde bewusst. Deren Leiter, Fred Braumann, sprach von „einem beeindruckenden Kurzfilm, der es verdient, als Werbung für die Kulturlandschaft Drömling genutzt zu werden“.

Fürs Naturfilmfestival bewerben

Biosphäre-Mitarbeiterin Sabine Wieter, die die Filmemacher das ganze Jahr über engmaschig und schon liebevoll betreute, befand, dass der Film toll, bestens gelungen und sie restlos sprachlos über die Ausdrucksstärke ist. Herbert Dohlen vom federführenden Verein „Gespa“ aus Göttingen und vor Ort der Leiter der bundesweit aktiven Gesellschaft „GreenCut“ attestierte den Kindern und Jugendlichen die für dieses Medienprojekt erforderliche Ausdauer, das Können im Umgang mit der Technik und eine Professionalität, die er so noch nicht in all den Jahren erlebt hat. Vielleicht die größte Wertschätzung, bevor dankende Aufmerksamkeiten und Urkunden an die jungen Filmemacher gingen, kam von Dohlen. Er wird diesen bereits professionellen Kurzfilm zu einer wettbewerbsfähigen zehnminütigen Sequenz einkürzen, um den Film als Bewerbung für die Teilnahme beim Naturfilmfestival in Eckernförde einzureichen. Die Chance, zumindest für eine Teilnahme, stehen nach seinen Erfahrungen mit den Festivalbeiträgen schon jetzt nicht schlecht, schätzte Dohlen ein.

Für eine Minute Filmdreh, 200 Minuten warten

Das „GreenCut“-Team mit Herbert Dohlen und Oliver Krebs wurden eher zufällig auf den Drömling und die Junior-Ranger zu Beginn des vergangenen Jahres aufmerksam. Bei Dreharbeiten im „Otter-Zentrum“ Hankensbüttel hielten sie Ausschau nach besonderen Landschaften in der Nähe und „stolperten“ unweigerlich über den Drömling, wobei der Zusatz „Land der tausend Gräben“ ihre Neugier nochmals steigerte.

Bilder

Nach nur wenigen Absprachen und mit der Überzeugung „das wir mit der jungen Truppe etwas auf die Beine stellen können“, folgten Einweisungen für diese Junior-Ranger in das Profi-Equipment, deren Handhabung und in Verhaltensregeln, ohne die Filmsequenzen über Flora und Fauna nicht hinzubekommen sind“, erläuterte Dohlen. Was ihn später immer mehr von dem Gelingen des Kurzfilms überzeugte, so Dohlen, war, „dass die Gruppe den Leitsatz ,für eine Minute Filmdreh, 200 Minuten warten‘ ohne Wenn und Aber beherzigte. Und auch das überzeugte: Ob in aller Herrgottsfrühe, oder in der abendlichen Dämmerung, zudem bei Wind und Wetter, waren die jungen Akteure für ihren Kurzfilm über die Vielfalt und Einzigartigkeit des Drömlings auf den Beinen, so Dohlen. Das ermöglichte besondere Einstellungen, wie Makro-Aufnahmen vom Libellenflug, vom Morgentau oder Insekten auf Nahrungssuche. Ebenso gelangen mit viel Geduld, aus der Deckung von Kleinzelten heraus, einzigartige Beobachtungen von den Hauptdarstellern des Streifens mit später vertonten Begleittexten.

Die Aufgabe der Junior-Ranger war mit Filmen und Vertonen erfüllt. Das Zuschneiden und die Gesamtpräsentation lag dann in der Verantwortung des „GreenCut“-Teams. So kam es dann auch, dass die Gruppe ihren Dreh komplett erst am Sonnabend zu sehen bekam.