Geplant

Drömling bei Buchhorst wird mit neuem Fahrradweg ein Stück attraktiver

Das Biosphärenreservat Drömling soll demnächst wieder ein Stück attraktiver werden. Zumindest für Menschen, die mit dem Rad die geschützte Region erkunden. Ab Höhe ehemaliger Bahnübergang am stillgelegten Buchhorster Bahnhof soll noch in diesem Jahr in Richtung Wolmirshorst ein Radweg gebaut werden.

Von Jens Pickert
Ab dem früheren Bahnübergang am stillgelegten Buchhorster Bahnhof soll wahrscheinlich ab September ein die Straße begleitender Radweg in Richtung Wolmirshorst gebaut werden.
Ab dem früheren Bahnübergang am stillgelegten Buchhorster Bahnhof soll wahrscheinlich ab September ein die Straße begleitender Radweg in Richtung Wolmirshorst gebaut werden. Foto: Jens Pickert

Buchhorst - Das Projekt ist nicht neu. Bereits vor fünf Jahren, konkret im November 2016, stellte der damalige Naturpark Drömling einen Antrag zum Bau eines straßenbegleitenden Radweges entlang der Wolmirshorster Straße in Buchhorst. Der Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates stimmte dem Vorhaben auch zu. Vor allem deshalb, weil die Kommune bei den Kosten außen vor bleiben sollte. Der Bau sollte komplett über Fördermittel finanziert werden. Doch dann verschwand das Projekt wieder in der Schublade. Grund: Die Fördermittel flossen nicht.

Doch jetzt ist das Geld angekündigt. „Unser Antrag wurde genehmigt. Das Geld kommt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Über die Höhe der Summe kann ich derzeit aber noch nichts sagen“, informierte gestern Ulf Stautmeister vom Biosphärenreservat.

Kommune an den Kosten nicht beteiligt

Die Naturschützer stellten mit der genehmigten Förderung im Rücken erneut einen Antrag, um das Vorhaben jetzt durchziehen zu können. Und die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses gaben am Donnerstagabend während ihrer Sitzung erneut grünes Licht für den Bau.

„An den Voraussetzungen hat sich nichts geändert. Die Kommune bleibt bei den Kosten weiter außen vor und es ist immer unterstützenswert, wenn im Drömling etwas Positives auf die Beine gestellt wird“, erklärte UWG-Ausschussmitglied Klaus Gerike, der selbst in Buchhorst wohnt. „Davon profitiert mit Blick auf den Tourismus vor allem unsere Region. Unsererseits gab es daher keine Bedenken.“

Der Radweg soll ab dem früheren Bahnübergang südlich parallel der Wolmirshorster Straße als 1,25 Meter breite Betonspur gebaut werden.

Kopfsteinpflaster soll erhalten bleiben

Allerdings nicht komplett bis zum ehemaligen Buchhorster Ortsteil, sondern nur bis zum Ende des Kopfsteinpflasterabschnittes der Straße. Danach geht es auf der Straße, die dann asphaltiert beziehungsweise als Betonspur gebaut ist, bis nach Wolmirshorst und zum Mittellandkanal weiter.

Der Grund für den Radwegbau hat sich über fünf Jahre nicht verändert. Da der Kopfsteinpflasterabschnitt erhalten bleiben soll, soll den Radtouristen mit einer Betonspur ein angenehmeres Fahren ermöglicht werden.

In Angriff genommen werden soll das Projekt Mitte September. Ende des Jahres soll der Weg laut Planung dann fertig sein. Nach Fertigstellung geht der Radweg allerdings in die Baulast der Kommune über.

Vom ehemaligen Buchhorster Ortsteil Wolmirshorst ist nicht mehr viel geblieben. Die Bewohner verließen Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre ihre grenznahen Höfe, die dann abgerissen wurden.
Vom ehemaligen Buchhorster Ortsteil Wolmirshorst ist nicht mehr viel geblieben. Die Bewohner verließen Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre ihre grenznahen Höfe, die dann abgerissen wurden.
Jens Pickert