Gefordert

Ehrenamtliche der Oebisfelder Feuerwehren sollen besser entschädigt werden

Laut einem Vorschlag der Stadtratsfraktion „Wir für Oebisfelde“ (WfO) sollen die Mitglieder der Stadtwehrleitung für ihren ehrenamtlichen Dienst höhere Entschädigungen erhalten. Mehr Geld beziehungsweise überhaupt Geld sollen auch Kameraden bekommen, die in diversen anderen Dienststellungen der Wehren ehrenamtlich tätig sind.

Von Jens Pickert
Einsatz in der Langen Straße in Oebisfelde. Ein Feuermelder hatte Alarm geschlagen.
Einsatz in der Langen Straße in Oebisfelde. Ein Feuermelder hatte Alarm geschlagen. Archivfoto: Harald Schulz

Oebisfelde - Die Stadtwehrleitung der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen ist für eine Fläche von zirka 250 Quadratkilometern und knapp 14 500 Einwohner verantwortlich. „Dies ist für Sachsen-Anhalt-Verhältnisse außergewöhnlich viel. Um überhaupt in ein Amt der Stadtwehrleitung gewählt werden zu können, sind zahlreiche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie etliche Schulungen zu absolvieren“, informierte Frank Hintersdorf, der zusammen mit Matthias Polep und Alexander Harms die WfO-Fraktion bildet.

Die WfO-Männer warteten mit weiteren Fakten pro Entschädigungserhöhung auf. Der Stadtwehrleiter, in diesem Fall Frank Hartwig, zugleich Leiter der Oebisfelder Wehr, habe derzeit 23 Ortsfeuerwehren mit 497 Kameradinnen und Kameraden in den Einsatzabteilungen zu verantworten. Er sei unter anderem für die Durchführung und Inhalte der Wehrleiterdienstberatungen und Schulungen zuständig. Weiterhin sei er für die Unterhaltung und das Betreiben der Kleiderkammer für die gesamten Einsatzabteilungen der Einheitsgemeinde verantwortlich und betreue 296 Kameradinnen und Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung.

290 Euro für den Leiter im Monat

„Der Stadtwehrleiter ist in alle Bereiche der Stadtwehrleitung involviert und hat bei allen anstehenden Entscheidungen das letzte Wort“, führte Frank Hintersdorf aus und sagte weiter: „Außerdem ist er für die Erstellung der Risikoanalyse, deren Fortschreibung und Umsetzung verantwortlich. Dies erfordert auch den konstruktiven Austausch und die Mitarbeit mit den beschließenden Gremien.“

Die WfO-Männer schlagen daher vor, die monatlichen Bezüge des Stadtwehrleiters von bislang 180 auf 290 Euro anzuheben. Möglich sind nach Verordnung (EVO) 350 Euro als Höchstsatz. Auch für den Stellvertreter des Stadtwehrleiters, er kümmert sich unter anderem um die Einsatzbereitschaft von 32 Fahrzeugen und zehn feuerwehrtechnischen Anhängern, sollen die monatlichen Bezüge erhöht werden. Nach WfO-Vorstellung von 90 auf 215 Euro.

Erhöhungen plant die WfO auch für die Ortswehrleiter, ihre Stellvertreter, für die Verantwortlichen der Kinder- und Jugendwehren sowie Gerätewarte.

Zustimmung trotz Konsolidierung erbeten

Zudem sollen Kameradinnen und Kameraden entschädigt werden, die bislang leer ausgegangen sind. Dazu gehören unter anderem diverse Gerätewarte oder der Beauftragte für Brandschutzerziehung auf Stadtebene.

„Wohl wissend, dass sich die Kommune in der Konsolidierung des Haushaltes befindet, bitten wir die Stadträte trotzdem um Zustimmung für die Vorschläge. Damit wir auch in Zukunft bestens ausgebildete und motivierte Kameradinnen und Kameraden in die verantwortungsvollen Führungspositionen übernehmen können“, betonte Frank Hintersdorf im Namen der Fraktion.