Oebisfelde l Die Crew ging am Wochenende ans Werk, das der Heimatverein, die Naturparkverwaltung und die Stadt verantworten.Bereits vor die ersten freien Motive die riesige Fläche nicht mehr kalt und endlos erscheinen ließen, hatten Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes die Wände des Bahnhoftunnels einer Grundreinigung unterzogen, damit die Grundierung aufgetragen werden konnte. Allein schon das Himmelblau gab der Zu- und Unterführung einen ansprechenden Eindruck, befand der Vorsitzendes des Heimatvereins Oebisfelde, Ulrich Pettke. Die Heimatfreunde sind nämlich die treibende Kraft, die sich dafür stark macht, dass der in vielfältiger Weise verschandelte Bahnhofstunnel neuen Glanz erhält.

Wie vom städtischen Wirtschaftsförderer Peter Schorlem-mer auf Anfrage zu erfahren war, soll das gesamte Projekt zirka 5000 Euro kosten. Da die Finanzen der Stadt für freiwillige Aufgaben grundsätzlich gesperrt sind, lastet das Gros an Kosten beim Heimatverein, der Naturparkverwaltung und Sponsoren.

Als Motive für die Tunnelwände sind eben diese eigenen Kreationen der Sprayercrew vorgesehen, die in der Masse die Namen, Initialen oder Synonyme der in der Szene anerkannten Künstler widerspiegeln werden. Darüber hinaus werden sich Impressionen aus dem Drömling, aus Stadt und Land sowie Blickfänge, sogenannte Eyecatcher, die Flächen zu einzigartigen Bildern in einem Bildnis vereinen, so dass der Bahnhofstunnel auch als touristische Attraktion für die Stadt Oebisfelde aufgewertet wird, erläuterte Täger das Gesamtvorhaben. Ihm wurde die künstlerische Verantwortung von den Projektträgern übertragen.

Mit diesem Mixed aus moderner abstrakter Graffitikunst am Objekt und nachempfundenen Szenen aus Natur und Alltagsleben erhält der Bahnhofstunnel in mehrfacher Hinsicht Wiedererkennungsmerkmale, die alle Altersgruppen ansprechen. Die gesprayten Objekte werden zudem durch eine spezielle Behandlung geschützt, so Täger.