Oebisfelde l Das Burg- und Heimatmuseum, Nachtwächterführungen, der Skulpturenpark, die Grenz-Informationstafel und viele andere Dinge mehr, die der Attraktivität und Außenwirkung der Stadt Oebisfelde gut zu Gesicht stehen: All das und manches mehr basiert auf der Schaffenskraft des Heimatvereins Oebisfelde.

Nachdem diese Schaffenskraft mit Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzregelungen so gut wie zum Erliegen gekommen war, haben nun erste Anfragen für Führungen den Vorstand erreicht. Vorsitzender Ulrich Pettke kann bereits wieder eine längere Liste mit entsprechenden Anfragen in den Händen halten, spricht von einem bedachten Lösen aus der Zwangspause. Bleibt es bei den aktuellen Schutzbestimmungen gegen die Corona-Ausbreitung, ist der Vorstand durchaus bereit, sogar die zweite Auflage des Turmtreppenlaufs noch bis zum Ende dieses Sommers zu veranstalten, war zu erfahren.

Wenn in Oebisfelde etwas in Richtung heimatverbundenem Tourismus angeschoben werden soll, dann steckt zumeist der Vorstand des Heimatvereins dahinter. Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) und Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) schätzen die wertvolle Arbeit der Heimatfreunde, um den Ruf der Stadt zu pflegen, loben diese Gemeinschaft dann auch über den sprichwörtlichen Klee hinaus. Als Vorsitzender des Heimatvereins ist Pettke froh über dieses gute Miteinander, weiß aber auch über die leeren Kassen der Stadt.

So gehört es zu den gern erfüllten Pflichten, alljährlich im Verlauf der Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde die Namen der Spender zu verlesen und allen, nämlich auch den Mitgliedern, für deren Gelder zu danken. Einer, der als langjähriges Mitglied den Verein auch aktiv unterstützt, ist der Oebisfelder Unternehmer Christian Göring.

Viel Geld für Reparaturen

Göring will den Verein allgemein unterstützen. Wie er weiß, fallen immer wieder Reparaturen von Ausstellungsstücken in der freien Natur an, Anstriche müssen erneuert und auch mutwillig beschädigte oder beschmierte Schilder, Tische und Bänke gereinigt oder gar ersetzt werden. Für den derzeit ausgeübten Vandalismus hat Göring kein Verständnis. Er bezeichnet es als jugendliche Dummheit, die dem Heimatverein unnötige wie zusätzliche Ausgaben beschert.

Der Heimatverein ist derzeit auf der Suche nach alten Zahlungsmitteln. Gesucht werden alte Geldscheine und Münzen für eine Ausstellung zum Thema „150 Jahre gemeinsame deutsche Währung“, die sich derzeit im Aufbau befindet. Unter dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck wurden die unterschiedlichen Zahlungsmittel, wie Mark, Kreuzer, Gulden oder Taler, in einem aufwendigen rechnerischen Verfahren in die einheitliche Währung Reichsmark umgewandelt.

Grenzausstellung soll erweitert werden

Zur weiteren Gestaltung der Grenzausstellung ist der Heimatverein noch auf der Suche nach Ausstellungsstücken, die aus der Zeit der DDR-Grenztruppen stammen. Vorgesehen ist, in diese Ausstellung einen Soldatenspind zu integrieren und, entsprechend den damaligen Vorgaben, auszurüsten. So fehlen derzeit noch die Schutz-ausrüstung mit dem Stahlhelm, Gasmaske mit einem sogenannten ABC-Schutzanzug, Kragenbinden und andere Utensilien.

Wer den Verein beim Aufbau der Ausstellung unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 039002/445 26 melden.