Umweltschutz

Henkelpott ersetzt Becher aus Weichplaste

Die Fußballer des 1. FC Oebisfelde gehen mit der Zeit und tuen etwas für die Umwelt. Sie geben Getränke am Spielfeldrand künftig in Mehrwegbechern aus. Die Einmalbecher aus Weichplastik sind dann tabu. Am Sonntag ist Premiere.

Von Jens Pickert
Matthias Polep, Vorsitzender des 1. FC Oebisfelde, und seine Frau Verena testeten die neuen Henkelbecher. Versehen sind die Behälter mit dem Vereinsemblem.
Matthias Polep, Vorsitzender des 1. FC Oebisfelde, und seine Frau Verena testeten die neuen Henkelbecher. Versehen sind die Behälter mit dem Vereinsemblem. Foto: Jens Pickert

Oebisfelde - Am kommenden Sonntag wird auf dem Oebisfelder Gehege, Heimspielstätte der Kicker des 1. FC Oebisfelde (FCO), eine besondere Premiere gefeiert. Das betrifft vor allem die Gäste, die den Saisonstart der Männer des FCO II in die 2. Bördekreisklasse, Kontrahent ist ab 15 Uhr der Beendorfer SV, verfolgen wollen. Denn ihr Fußball-Bier werden die Fans nicht mehr aus den gewohnten und oft ungeliebten Weichplaste-Bechern zu sich nehmen, sondern aus Henkelbechern. Die sind allerdings ebenfalls aus Kunststoff, jedoch aus einer stabileren Sorte.

„Wie bekannt läuft Plastegeschirr jeglicher Art nach und nach aus und wird nicht mehr produziert. Die neuen Henkelpötte sind zwar auch aus Plastik, doch sie landen, weil immer wieder einsetzbar, nicht im Müll“, informierte Matthias Polep, Vorsitzender des FCO.

Henkelgefäße dieser Sorte sind schon seit geraumer Zeit in vielen Bundesliga-Stadien im Einsatz und gelten bei den Fans, weil auf den Pötten meistens auch das Vereinsemblem aufgedruckt ist, als beliebtes Souvenir. Folge: Die Gäste müssen neben den Kosten für die unterschiedlichen Getränke auch Pfand für den Becher entrichten.

Auf dem Oebisfelder Gehege wird das nicht anderes sein. „Würden wir keinen Pfand nehmen, würden wir wohl bald Henkelgefäße nachbestellen müssen. Ich kann aber verstehen, dass die Pötte bei Souvenirsammlern beliebt sind“, betonte der FCO-Chef.

Umstellungen dieser Art sind für die FCO-Anhängerschaft indes nicht neu. Über viele Jahre wurde auf dem Gehege das Fußball-Bier aus Flaschen genossen. Dann wanderte dieses aus den Flaschen in Plastebecher. Hintergrund: Der Fußballverband befürchtete, dass die Flaschen als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten. Schließlich wurden die Flaschen komplett verbannt und es begann die Zeit des frisch gezapften Biers aus Plastbechern.