Oebisfelde l Die Bibliothek gilt als ein Kleinod für junge wie ältere Menschen in Stadt und Land rund um Oebisfelde. Die Nachfrage für Leselektüre ist seit Jahr und Tag ungebrochen, weiß die Leiterin der Bibliothek, Annegret Schumann. Nicht zuletzt zählt das Vorhalten einer Bibliothek weltweit als Kulturgut einer Stadt. Und dass der Hunger nach Literatur nicht zu stillen ist, beweisen alljährlich die Besucherzahlen der Frankfurter mit über 278.000 in 2016 und der Leipziger Buchmesse im März 2017 mit 285.000 Besuchern (Quelle: Statista).

Bibliothek von lokaler Bedeutung

Von den Besucherzahlen her ist die Bibliothek Oebisfelde dagegen klein, von der Nutzung aber sehr bedeutend. Das erfuhr Schumann bereits, als sie sich nach Unterstützung für die Planung des 70-jährigen Bestehens umhörte. Eine, die sofort unterstützend mit Rat und Tat parat stand, war Kauffrau Marlies Hoffmann, die in Oebisfelde am Markt ihre Buchhandlung betreibt. „Das war schon ein Zuspruch, der Mut für das Vorhaben gab“, freut sich Schumann über diese Rückenstärkung. „Selbstverständlich erhalte ich auch alle Unterstützung seitens der Stadt. Doch dort sind gerade bei der derzeitigen Haushaltslage im finanziellen Sinne schnell die Ressourcen aufgebraucht“, sieht auch die Leiterin der Bibliothek die Machbarkeitsgrenzen seitens der Stadt.

„Noch ist ja viel Zeit, meint Schumann. Und es heißt ja immer so schön ,kommt Zeit, kommt Rat‘, vielleicht kommt auch noch etwas Geld für die Feier dazu“, hofft Schumann mit Blick auf den 20. Oktober kommenden Jahres.

Breite Unterstützung

Weitere Unterstützung steht jedoch schon Gewehr bei Fuß: Der Heimatverein Oebisfelde und der Kulturverein Castrum haben ihre Mithilfe für eine Veranstaltung mit feierlichem Rahmenprogramm zugesagt. Der Oebisfelder Chor „All´Cantara“ hat signalisiert, die Festveranstaltung mit Klangfarben zu bereichern. Und wenn alles funktioniert, wie gedacht, dann werden sich auch Geldinstitute erkenntlich zeigen, zählt Schumann eine Palette von Unterstützern auf.

Der Höhepunkt der noch exakt festzuzurrenden Veranstaltungsfolge steht jedoch bereits fest: Es wird eine abendliche Lesung mit Renate Bergmann geben, lässt die Bibliotheksleiterin die Katze schon aus dem Sack. Noch sind keine Karten für diese hochamüsante Lesung zu erhalten, doch die Spannung auf den Verkaufsstart dürfte hoch sein, schätzt Schumann, denn der Name garantiert ein herzerfrischendes literarisches Programm mit humoristischem Tiefgang. Und ebenso ist es bereits ein offenes Geheimnis, dass es einen unterhaltsamen Nachmittag mit einer Kaffeetafel geben wird.

Malwettbewerb an Schulen und Kitas gestartet

Ein erstes Achtungszeichen hat die Bibliotheksleiterin im Vorfeld der Veranstaltung bereits gesetzt. Sie hat einen Mal-Wettbewerb an den Grundschulen in Oebisfelde und Rätzlingen sowie für alle Kindertagesstätten gestartet. Auch dort ist sie nämlich als Person bekannt, die wie ihre Vorgängerin Waltraut Sierau, für erlebnisreiches Vorlesen und Lese-Projekte bekannt ist. Die Mädchen und Jungen sind aufgefordert, ihre Vorstellungen von „ihrer“ Bibliothek in einem selbst gemalten Bild darzustellen. Der Wettbewerb dauert bis Ende kommenden November an. Dann soll eine Jury die besten Bilder entsprechend prämieren, heißt es von Schumann. Die Resonanz auf diesen Wettbewerb ist derart groß, so Schumann, dass bereits die ersten „Kunstwerke“ von Kindern in der Bibliothek eingetroffen sind. Annegret Schumann ist im Gespräch mit der Volksstimme zuversichtlich, dass sie diese repräsentative und fordernde Aufgabe der Feier mit Unterstützung vieler Helfer meistern wird.