Bauboom

In Oebisfelde werden langsam die freien Grundstücke für Häuslebauer knapp

In Oebisfelde wird kräftig gebaut. Auf dem Areal zwischen Sporthalle am Bahnhof und DRK-Heim im Stürholzgarten stehen bereits einige fertige Wohnhäuser. Auch in der Siedlung und zwischen Niendorfer Straße und Apfelweg ist das der Fall. Am Weddendorfer Abschnitt des Lehmweges wird der Hausbau vorbereitet.

Von Jens Pickert
Zügig voran geht es im Baugebiet zwischen Sporthalle am Bahnhof und DRK-Heim in Oebisfelde. Einige der Häuser sind bereits bezogen worden.
Zügig voran geht es im Baugebiet zwischen Sporthalle am Bahnhof und DRK-Heim in Oebisfelde. Einige der Häuser sind bereits bezogen worden. Foto: Jens Pickert

Stadt Oebisfelde-Weferlingen - Der Bauboom in Oebisfelde ist offensichtlich. Das weiß auch Peter Schorlemmmer. Der Ortsbürgermeister von Hörsingen ist in der Verwaltung der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen für die Wirtschaftsförderung zuständig. „Nach einer teilweise langen Zeit des Stillstands mit Blick auf Baugebiete in Oebisfelde einschließlich Siedlung und Ortsteilen ist diese Entwicklung natürlich hervorragend“, sagte der Verwaltungsmann am Dienstagabend während der Sitzung des Ordnungs- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates im Rittersaal der Burg. So hervorragend, dass Bauland möglicherweise wieder knapp werden könnte.

Dazu der Wirtschaftsförderer: „Ich habe mit den Investoren der Baugebiete Stürholzgarten und Lehmweg geredet. Resultat: Im Stürholzgarten soll nur noch ein freies Baugrundstück vorhanden sein. Auch am Lehmweg sieht es gut aus. Dort gibt es zwar noch mehrere freie Grundstücke, doch der Investor ist optimistisch. Das Interesse sei seiner Meinung nach groß.“

Für einige Ausschussmitglieder stellte sich am Dienstag daher die Frage, wie es nach einer möglichen Auslastung der vorhandenen Bauplätze in der Stadt in puncto Eigenheim- oder Mehrfamilienhausbau weitergehen soll. „Wir sollten uns jetzt schon Gedanken machen und möglichst schnell handeln. Denn die Erfahrung besagt, dass, um ein Baugebiet genehmigt zu bekommen, das Bürokratische oft sehr viel Zeit benötigt“, betonte Mathias Briest, berufener Bürger im Ausschuss.

Doch wo könnte ein neues Baugebiet erschlossen werden? Eine interessante Möglichkeit warf Ausschuss-Vorsitzende und Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch in die Runde. „Es besteht die vage Möglichkeit, ich betone vage, dass das Areal neben dem Friedenspalast in ein Baugebiet umgewandelt werden könnte. Ich habe diesbezüglich ein Gespräch geführt. Ich unterstreiche nochmals, dass diese Möglichkeit sehr, sehr vage ist“, hob die Ausschuss-Chefin hervor.

Auf diesem Areal sollten teilweise fantastische bauliche Vorhaben der Maharishi-Weltfriedensstiftung aus dem Acker gestampft werden. Nachdem eine Universität sowie eine Hochschule nicht genehmigt wurden, schien es bei einem Erholungspark, alles mit Maharishi-Hintergrund, besser zu laufen. Höhepunkt der hochfliegenden Pläne der selbst ernannten Weltfriedensstifter war ein 54 Meter hoher Turm, unter anderem mit Planetarium, am Eingang des Parkes. Geschehen ist bis auf minimale Erdbewegungen bisher aber nichts.

Die ehemalige Kaserne der Grenztruppen der DDR wurde 2003 zum Weltfriedenspalast. In Höhe der Bäume (rechts) wollten die Maharishi-Anhänger hochfliegende Bauvorhaben umsetzen.
Die ehemalige Kaserne der Grenztruppen der DDR wurde 2003 zum Weltfriedenspalast. In Höhe der Bäume (rechts) wollten die Maharishi-Anhänger hochfliegende Bauvorhaben umsetzen.
Foto: Jens Pickert