Oebisfelde l Die gesamte Maßnahme wurde mit einem Volumen von 40.000 Euro in der vergangenen Stadtratssitzung beziffert. Wie das Bauamt auf Anfrage informiert, soll die Maßnahme bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Bauarbeiter sind bei dieser Witterung nicht zu beneiden. Sie nehmen seit dem gestrigen Mittwoch die Natursteinpflasterung an der öffentlichen Toilettenanlage des Rathauses auf. Es ist eine zeitaufwendige Knochenarbeit, die aber in den kommenden Tagen sorgfältige Handarbeit verlangen wird. Sollen dort doch fünf neue Parkplätze entstehen, die täglich von Fahrzeugen genutzt werden können. Eine Dauerbelastung für die Stellflächen, die nicht zu Spurrillen führen darf.

Bürgerunmut wegen Fällungen

Mit dem Aufbau des Schutzzaunes mussten sich die Bauarbeiter aber auch gleich unschöne Äußerungen von Passanten anhören. Ein immer wieder geäußerter Vorwurf war der, dass durch den zukünftig neuen Parkraum zwei junge Bäume gefällt wurden. Das komme Frevel gleich, lautete eine von mehreren Äußerungen. Wie von Bauamtsleiter Uwe Dietz zu erfahren war, sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Die jeweiligen Orte dafür sollen mit dem Ortschaftsrat Oebisfelde vereinbart werden.

Bereits beim Bekanntwerden der Baumaßnahme wurde angefragt (Namen der Redaktion bekannt), ob diese Parkplatzerweiterung überhaupt notwendig sei. Oder ob der eigentliche Zweck dazu diene, für Gäste des Hotels gegenüber entsprechend nahe Parkmöglichkeiten anbieten zu können und damit eine Aufwertung der Attraktivität des Stadtbildes zu erreichen.

Anwohner verärgert

Anwohner der Burgstraße fühlen sich zudem weiterhin benachteiligt, weil für sie keine Zuwegung zum Wohnsitz besteht, um mit dem Auto vor die Haustür zu gelangen, geschweige denn dort überhaupt zu halten oder zu parken: Die Zuwegung über den Amtshof ist für Fahrzeuge, außer Lieferverkehre, gesperrt und von der Marktstraße aus nicht möglich. Nun aber werde neuer Parkraum geschaffen, der sicherlich, wie in der Vergangheit, für sie nicht nutzbar sein wird, meinte eine Anwohnerin dazu.

Die Bauarbeiter rühren diese Ärgernisse hingegen wenig. Derzeit nehmen sie die alte Pflasterung auf und führen die notwendigen vorbereitenden Erdarbeiten aus. Bereits gestern wurde Mineralgemisch eingebracht und verdichtet. Im weiteren Verlauf erhalten die fünf neuen Parkplätze an der Burgstraße eine Pflasterung aus Natursteinen, während die Parkfläche mit der Ladestation für Elektrofahrzeuge an der Langen Straße aufgenommen und anschließend mit rotem Klinkerpflaster neu belegt wird. Die Arbeiten sind witterungsabhängig. Bei Frost oder starkem Regen muss die Arbeit zwangsläufig ruhen.