Oebisfelde l Ein wichtiges Standbein zudem für ein künftiges Biosphärenreservat. Das Angebot, solch einen Anlaufpunkt für Auskünfte rund um eine naturnahe Erlebniskultur und Projektentwicklung an zentraler Stelle zu bündeln, war ein Wunsch von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften, die bereits in Sachen Tourismus- und Vermarktungskonzept ihr Scherflein für sanften Tourismus im Drömling mit beigetragen haben – und zwar länderübergreifend. Die Naturparkverwaltung in Oebisfelde erkannte die einmalige Chance, bot sich bereits seit Jahren und immer wieder als Koordinationspartner mit Kompetenz in Theorie und Praxis an. Die Partner erkannten diese Möglichkeit, die jeweiligen Stärken für sanften Tourismus zentral zu präsentieren, umzusetzen und weiter zukunftsweisend entwickeln zu lassen.

Die beiden Gesichter, die diese „Drömlings-Informations-Zentrale“ nunmehr fest repräsentieren, sind Juliane Ruttkowski und Sabine Wieter. Ein Duo, das die Kernkompetenzen für Tourismus und Vermarktung sowie die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung, Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Ökologisches Jahr vereinen. Wie der Leiter der Naturparkverwaltung, Fred Braumann, betonte, wurde dieses Informationszentrum erst und insbesondere durch die finanzielle Zusage von zwei Stellen durch die Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ermöglicht.

Börde-Landrat Hans Walker (CDU) wie auch der Bürgermeister der Kommune Oebisfelde-Weferlingen, Hans-Werner Kraul (CDU), und auch Oebisfelde Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) freuten sich, dass der Drömling solch ein Kompetenzzentrum mit zentraler Lage erhalten hat.

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Zur Eröffnung passte die Benennung von sogenannten Themendörfern. Eine der ersten Initiativen von der neuen Zentrale, die schnell auf Interesse stieß. „Die Bezeichnungen stammen aus den Orten selbst. Ich bin mir sicher, dass weitere Anträge folgen werden“, war Braumann überzeugt. So kann sich das Dorf Buchhorst für die touristische Vermarktung fortan als „Storchendorf im Drömling“ bezeichnen. Calvörde titelt sich als „Das östliche Tor zum Drömling“, Zobbenitz ist das „Reiterdorf im Drömling“, während die Berenbrocker Einwohner sich den Titel „Rundlingsdorf am Drömling“ ausgesucht haben. Rätzlingen avanciert zum „Lindendorf am Drömling“ und Kathendorf nennt sich „Schwalbendorf“ als Zusatz. Lockstedt hingegen entschied sich für den Beinamen „Gallisches Dorf“. Die entsprechenden Ernennungsurkunden nahmen die jeweiligen Repräsentanten der Dörfer oder in vertretender Funktion entgegen.