Netzwerk beleben

Oebisfelder wollen ihrem Ritter Roland am Rathaus neuen Glanz verleihen

Das Roland-Netzwerk soll in Oebisfelde mit neuem Leben erfüllt werden. Christiane Schütrumpf vom Heimatverein der Allerstadt und Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch möchten jetzt auch den Ortschaftsrat mit ins Boot holen.

Von Jens Pickert
Der Oebisfelder Roland, in diesem Fall Jörg Kunau in einer Montur des Heimatvereins, steht für Aktivitäten im Roland-Netzwerk Schwerdt. Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch unterstützt diese Initiative. Beim Pressefoto mit dabei waren die Oebisfelder Kinder Lia (links) und Koko. die vom ?lebendigen Ritter? beeindruckt waren.
Der Oebisfelder Roland, in diesem Fall Jörg Kunau in einer Montur des Heimatvereins, steht für Aktivitäten im Roland-Netzwerk Schwerdt. Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch unterstützt diese Initiative. Beim Pressefoto mit dabei waren die Oebisfelder Kinder Lia (links) und Koko. die vom ?lebendigen Ritter? beeindruckt waren. Foto: Jens Pickert

Oebisfelde - Im März 2007 wurde das sogenannte länderübergreifende Roland-Netzwerk gegründet. Zu den Unterzeichnern dieses Zusammenschlusses von Städten aus Mitteldeutschland und Brandenburg, die einen Roland vor dem Rathaus zu stehen haben, gehört auch die Stadt Oebisfelde. Mitstreiter aus Sachsen-Anhalt sind außerdem die Städte Burg, Calbe, Haldensleben, Gardelegen, Schönebeck, Stendal, Tangermünde und Zerbst. Brandenburg, Prenzlau, Gramzow sowie Perleberg sind aus dem Bundesland Brandenburg dabei. Belgern mischt für Sachsen mit, während Neustadt und Nordhausen Thüringen vertreten. Initiator der Vereinigung von Roland-Städten waren Vertreter der Stadt Haldensleben.

Das Netzwerk hatte sich vor mittlerweile 14 Jahren zur Aufgabe gemacht, die Erforschung der Geschichte und der Bedeutung der Rolandstandbilder zu unterstützen. Zudem sollte der Austausch zwischen den Netzwerk-Mitgliedern gestärkt werden, die Kooperation auf touristischem, kulturellem und wirtschaftlichen Gebiet gefördert und die Entwicklung einer gemeinsamen Außendarstellung für Angebote und Sehenswürdigkeiten der Roland-Orte vorangebracht werden.

Richtig in Schwung kam das Projekt-Roland-Netzwerk allerdings nicht. Seit 2017 herrscht sogar komplette Funkstille. Es gab auch keine Arbeitstreffen mehr zum Austausch beziehungsweise zur Weiterentwicklung des Projektes.

Auch in Oebisfelde war lange Zeit nichts mehr vom Roland-Netzwerk zu hören. Es war in der Versenkung verschwunden, aus der es in diesem Jahr jedoch wieder auferstand. „Die Arbeit im Netzwerk soll auf Initiative der Stadt Burg wieder angekurbelt werden. Es gab bereits erste Zusammenkünfte. Aufgrund der Pandemie vorerst virtuell. Wichtig ist, dass die Mitgliedsstädte Bereitschaft signalisiert haben, im Netzwerk weiter mitzuarbeiten“, informierte Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch, Sie und Christiane Schütrumpf, die sich mit Nachdruck für das Roland-Netzwerk einsetzt, sowie Ulrich Pettke vom Heimatverein nahmen an den virtuellen Treffen teil.

Involviert werden in Sachen Netzwerk soll auch der Oebisfelder Ortschaftsrat. Grund: Es gibt Finanzielles zu besprechen. Dazu die Ortschefin: „Um angedachte Projekte des Netzwerkes zu realisieren, müsste jede Mitgliedskommune pro Jahr 500 Euro zahlen. Die erste Zahlung ist bereits für dieses Jahr vorgesehen. Darüber müssten die Ortschaftsräte entscheiden. Aber nicht nur darüber. Der Ortschaftsrat muss sich grundsätzlich positionieren, ob Oebisfelde im Netzwerk Mitglied bleibt oder nicht.“

Mögliche Projekte des Netzwerkes könnten beispielsweise eine informationsreiche Präsentation in den sozialen Medien oder die Herausgabe einer Image-Broschüre einschließlich Flyer mit dem Ziel sein, die Stadt Oebisfelde im Roland-Verbund touristisch weiter aufzuwerten.

Christiane Schütrumpf
Christiane Schütrumpf
Foto: Harald Schulz