Breitenrode l Bereits mit drei Jahren kam die heute 19-jährige Laura Elsner fast zwangsläufig in Kontakt mit Pferden. Tiere, die damals wie heute meist viel größer sind als die Breitenroderin. Angst habe sie eigentlich nie vor den Fluchttieren gehabt. „Die waren mir wohl von Beginn an ans Herz gewachsen“, meint die Studentin der Betriebswirtschaftslehre mit Achselzucken. Darüber nachgedacht hat sie nie, denn Pferde sind bis zum heutigen Tag ihre Erfüllung und der Rückzugsort vom alltäglichen Stress.

Der kann mitunter Spitzenwerte erreichen – mit und ohne Pferd. Elsner ist nicht nur eine Pferdeliebhaberin, sie ist auch eine Dressurreiterin mit landesweit klingendem Namen. Seit 2010 erreichte sie auf dem Rücken ihrer beiden Dressurpferde „Remember“ und „Ratatouille“ vorderste Plätze bei den Landesmeisterschaften in Prussendorf bei Halle. Bereits zwei Mal errang sie den Titel in der M-Dressur, dass Tripple blieb ihr in diesem Jahr versagt, weil ihre gesundheitlichen Probleme es nicht zuließen, das komplett mögliche Format von „Remember“ auf dem Dressurplatz zu präsentieren.

Anerkennung für Leistung

Der Leistungssport ist die eine Seite von Laura Elsners Tierliebe. Dabei betont sie, dass das Pferd, dem maximale Leistung abverlangt wird, stets spüren muss, dass der Mensch im Sattel auf dem Rücken eine besondere liebevolle Nähe gibt und stets die Leistung des Pferdes anerkennt. Die andere Seite der Tierliebe erstreckt sich auf den täglichen Umgang und die Pflege aller Tiere auf dem Reiterhof ihrer Eltern. Ob Hund, Freizeitpferd oder edles Vollblut, alle Tiere haben ihren festen und gleichberechtigten Platz bei der jungen Reiterin, die beruflich in Richtung Automobilbranche nach dem Studium durchstarten möchte.

Wer sich mit Pferden, Freizeitreiten oder Pferdesport beschäftigen möchte, dem rät Elsner zuerst die eigenen Stärken und Schwächen zu prüfen, denn Pferde sind sensibel und haben eine feine Nase für ihr Gegenüber.

Sicherheit geht stets vor

Für Touristen, die im Drömling statt zu Fuß, mit dem Rad oder im Kremser lieber die Natur auf dem Rücken eines Pferdes erleben möchten, gibt die erfahrene Reiterin den Rat, nie allein zu einer Tour aufzubrechen. Die meisten Anbieter, so wie auch auf dem elterlichen Reiterhof üblich, stellen dafür eine Begleitung ab, die sich mit den zig für einen Ausritt erlaubten und mit den gesperrten Wegstrecken auskennt.

Für sich selbst wie für alle anderen Reitersleute gilt jedoch immer „Sicherheit zuerst“. Die richtige Ausrüstung, ein bestens gesatteltes Pferd und ausreichend Zeit sind die Garanten für einen erholsamen Ausritt, weiß Elsner. Hingegen ist für Pferd und Reiter gegen die derzeit in Massen auftretenden Pferdebremsen kein Kraut gewachsen, bedauert Laura Elsner.