Oebisfelde l Die beiden verstehen es, ihr Publikum mit Welthits aus Oper, Film und Musical dank brillantem Stimmvermögen, emotionaler Show und Videosequenzen als Hintergrunduntermalung in großen Konzertsälen wie im Rittersaal zu begeistern. Mittlerweile drei Jahre ist es her, dass „Tenöre4you“ erstmals im vollbesetzten Rittersaal einen stimmungsvollen Konzertabend garantierten. Das war nun erneut der Fall. Toni di Napoli meinte mit Blick auf den Terminkalender – bis Ende Juni tritt das Duo mit kleinen Pausen fast täglich auf –, dass sie gern wieder nach Oebisfelde gekommen sind. Der Rittersaal habe vom Klangbild schon 2016 gefallen. Das mittlerweile ein Fahrstuhl vorhanden ist, das ist „molto bene“, hieß es kurz vor Konzertbeginn von Toni di Napoli.

Welthits präsentiert

Das Duo besaß am Sonnabend in Oebisfelde die Klasse, zu eingespielten Titeln mit lupenreinem Gesang das Publikum auf eine stimmungsvolle Reise durch die Melodienvielfalt von Pop bis Klassik mitzunehmen. Typisch für Toni di Napoli war seine Ausdrucksstärke und als sogenannter Tenorbuffo bis zum typisch italienischen „Tenore spinto“ zu gefallen. Perfekt sein emotionaler Einstieg in den Konzertreigen mit der Präsentation der Titelmusik des preisgekrönten Films „The Prayer“. Er versteht es aber auch und insbesondere, die italienische Leichtigkeit und den Charme eines Casanovas zu versprühen. Besser als mit dem Evergreen „That´s Amore“, ein im Jahre 1952 von Harry Warren komponiertes Lied mit dem Text von Jack Brooks, konnte er italienische Leichtigkeit und Liebesschwüre nicht ausdrücken.

Partner Pietro Pato besticht hingegen durch seine leichte, sehr bewegliche Stimme, die dem „Tenore leggero“ zugeordnet werden kann. Beide Tenöre sangen ihre jeweiligen Soli ebenso lupenrein wie ihre Duette, was vom Publikum immer wieder mit viel Applaus honoriert wurde.

Die Tour 2020 ist aufgrund des Repertoires angelehnt an vorherige. Allerdings werden die Video-Einblendungen nun noch ausdrucksstärker präsentiert, was dem Gesamtbild der Veranstaltung zugute kommt. Was ebenfalls den Unterhaltungswert bereichert und das Sitzen in den engen Stuhlreihen erleichtert hat, waren die Angebote des Mitsingens. Das funktionierte bei dem Beatles-Megahit „Let it be“ gleich zum Auftakt des Konzerts großartig.

Die Auswahl der Lieder glich dank der Videos einer Reise um den Globus oder schaffte „große Bilder“, wie beispielsweise im Hintergrund beim Vortrag der Ballade „You raise me up“ oder auch bei der Arie „Memory“ aus dem Musical „Cats“. „Tenöre4you“ erhielten auch dafür großen Applaus nach 90 Minuten Konzertgenuss.