Oebisfelde l Nicht ins Blaue hinein will Christiane Schütrumpf für dieses Vorhaben werben. Sie möchte das Projekt erst umsetzen, wenn durch die Mitglieder des Oebisfelder Ortschaftsrates, unter Einbeziehung der Jugendbegegnungsstätte (JBS) in der Allerstadt, der Wohnungsbaugesellschaft, der Schulen und hoffentlich vieler Meinungen aus der Öffentlichkeit, diese Skaterbahn gewollt ist. Die öffentliche Diskussion hat Schütrumpf mit einem Arbeitspapier, das dem Ortschaftsrat und dem JBS-Jugendrat vorliegt, bereits angestoßen.

Projekt auf breite Basis stellen

Der Oebisfelder Kommunalpolitikerin ist die Schwierigkeit einer Realisierung durchaus bewusst. Dazu Schütrumpf: „Sicher steht unserer Stadt kein finanzieller Rahmen zur Verfügung. Ich denke jedoch, wenn unser Ortschaftsrat sich zu einem Projekt oder mehreren Vorhaben für die Jugendförderung bereit erklärt, lässt sich über einen Spendenaufruf eine Finanzierung ermöglichen. Wichtig bei der gesamten Planung ist der Wille des Ortschaftsrates, dann die Festlegung eines Standorts, der möglichst von einer großen Mehrheit akzeptiert wird. Und im nächsten Schritt die Stadtverwaltung bitten, die Eigentumsverhältnisse zu klären“, stellt Schütrumpf ihren roten Faden für die Projekt-Wegstrecke vor. Das Projekt müsse für die Akzeptanz transparent auf eine breite Basis gestellt werden, ist Schütrumpf vom Gelingen überzeugt.

„In dieser Zeit der allgegenwärtigen Einschränkungen gegen die Corona-Pandemie benötigen Familien, die in Mietwohnungen leben, öffentliche Ausgleichsangebote. Besonders Jugendliche verlangen nach Treffpunkten, an denen sie sich austauschen und chillen können“, erläutert Schütrumpf ihre Beweggründe für die Skaterbahn. „Anders als in Dörfern steht den Familien in Oebisfelde, die nicht selten beengt in Mietwohnungen leben, kein Garten zur Verfügung. Spielplätze sind nur für Kinder bis zu zwölf Jahren ein attraktiver Tummelplatz. Im Übrigen sind unsere Spielplätze alle sehr ausgelastet. Da die wenigen Bänke zwischen den Wohnblocks auch oft belegt sind, entstehen Spannungen und Konflikte.“

Zahlreiche Standorte bieten sich an

Als mögliche Standorte hat die Oebisfelder Ratsfrau bereits mehrere Plätze ins Auge gefasst. Allerdings handelt es sich um reine Vorschläge, die durchaus durch andere Hinweise noch verändert werden können.

So schlägt Christiane Schütrumpf eine Wiese im Grüngürtel Dämmchen oder am dortigen Rodelberg vor. Weitere Möglichkeiten für einen Skaterpark sieht sie auf den städtischen Freiflächen auf dem Mehrzweckgelände „Am Gehege“ oder hinter dem Sportplatz. Ebenso kann sie sich eine Skateranlage an der Salzwedeler Straße unmittelbar am Bahnhofstunnel oder im Gewerbegebiet West vorstellen.

Was Schütrumpf sich für Oebisfelde als kinder- und jugendfreundliche Stadt wünscht, sind überdachte Treffpunkte, wie Pavillons, eine Basketballfläche und Plätze, wo die vielbeschworenen Zukunftsträger ihren Freizeitvergnügen, ohne andere zu stören, nachgehen können.