Oschersleben (yhe) l Bauprojekte der Stadt Oschersleben sind schon vor Jahren in den Fokus von Baustudenten aus Magdeburg gerückt. Der Fachbereich Bauwesen der dortigen Hochschule organisiert regelmäßig Exkursionen nach Oschersleben, um insbesondere praxisorientierte Sanierungsvorhaben unter die studentische Lupe zu nehmen. „In vielen Fällen resultieren aus den ersten Begehungen weiterführende und umfassende Studienarbeiten, die dann zu einem Abschluss eines Bachelors oder später Masters führen“, weiß Bewos-Geschäftsführer Thomas Harborth aus Erfahrung zu berichten.

Schon oft war er mit den Studenten in Oscherssleben unterwegs, so auch kurz vor Weihnachten, als die Studenten und ihre mitgereisten Betreuer, Professor Stefan Henze, und Laboringenieur Gerd Feibig an der Burg und im alten Bahnhof anzutreffen waren. Dort erklärten Thomas Harborth und die zuständige Projektleiterin Simone Siermann für beide Baustellen das planerische Konzept und den gegenwärtigen Stand der Ausführung.

Am Projekt Burg konnten sich die Studenten die fertig gestellten Pfahlgründungen sowie die Bodenplatte als Gründungsmaßnahme ansehen und feststellen, dass die sogenannten Mikrobohrpfähle, die zwischen 5 und 12 Meter in die Tiefe gebracht wurden, gar nicht so mikro, also klein, sind, sondern teilweise einen Durchmesser von nahezu 70 Millimeter besitzen.

Der alte Bahnhof war bereits einige Male Bestandteil von studentischen Arbeiten mit den Schwerpunkten Konzeptentwicklung, Vermessung oder energetisches Konzept. Bei der kürzlichen Begehung standen nun Bauteilprüfungen im Mittelpunkt der Arbeiten. So konnte der Laboringenieur mit einem Prüfgerät über eine Widerstandsmessung feststellen, welches Holz in dem betreffenden Bauteil verbaut wurde. Mit einem anderem Gerät war direkt die innere Betonstruktur erkannt worden. So wird festgestellt, wie und wo die Stahlarmierung im Beton zu finden ist. Professor Henze war mit den Ergebnissen und der Mitwirkung der Studenten zufrieden und hat angekündigt, die Bauprojekte bei Interesse weiter zu begleiten. Harborth und Siermann freuen sich über die studentische Mitwirkung bei den BEWOS-Projekten insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktiven Unterstützung von Werkstudenten, die zeitweise auch ihren Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle des kommunalen Unternehmens haben.