Oschersleben l Da sind die frischgebackenen Gymnasiasten ziemlich überrascht, dass ihr neuer Schuldirektor sie zu allererst zu einem Waldspaziergang mitnimmt. Zumindest in Gedanken. Bernd Malkowski berichtet von seiner jüngsten Begegnung mit einem Reh im Hohen Holz. Bei der er sich an frühere Ausflüge mit seinem Sohn und an seine eigenen Knabenjahre voller Vorsicht und doch siegreicher Neugier erinnert: „Da schlug das Herz der Kindheit wieder“.

Damit spult Bernd Malkowski sein Leben zu etwa dem Zeitpunkt zurück, an dem sich gerade seine neuen Schüler befinden, zu denen er soeben spricht. Und gibt ihnen damit einen, wenn auch sehr wagen Blick in die Zukunft. Wie der Direktor damit auch beim Motto des neuen Schuljahres angekommen ist, das da sowohl für seine gestandenen Schüler als auch für seine 80 neuen Sextaner lautet: „... und nahe dem wilden Herzen wirst zu sein!“

Ein wenig direkter reden nun Kim V. Draband und Clara Julius aus der Klasse 12 während der festlichen Begrüßungsfeier in der Sporthalle Am Bruch mit ihre neuen Mitstreitern. Sie versichern den Fünfklässlern, dass am Oschersleber Gymnasium niemand allein ist. „Ihr müsst bei Schwierigkeiten nur die Hand ausstrecken und euch entweder an die Lehrer oder auch an uns ältere Schüler wenden. Da bekommt ihr Hilfe. Es gibt für jedes Problem eine Lösung.“

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Hinweise von Schülern

Auch wenn Kim V. Draband und Clara Julius dialogisch etwas erschreckt feststellen, „dass wir schon wie die Lehrer reden“, haben sie aus der eigenen Erfahrung noch weitere Hinweise parat. Sie sprechen beispielsweise von einem „großen Schritt in Richtung Erwachsensein“, den die Neuankömmlinge in den nächsten Jahren gehen werden. Davor aber keine Angst haben sollen: „Freut euch auf die Zukunft“, so Kim V. Draband und Clara Julius.

Zunächst aber freuen sich Pauline, Felix, Lina, Nils und die anderen 76 neuen Gymnasiasten über diese Festveranstaltung. Zu der Eltern, Großeltern sowie weitere Verwandte und Bekannte mitgekommen sind und für die allesamt beispielsweise die bisherigen Mitglieder der Orchesterklasse nebst Schulchor auftreten, wie auch das recht neue Musical-Ensemble des Gymnasiums. Bevor sich alle zu diversen Einschulungsfeiern in Familie zurückziehen.

Nach denen möglicherweise Eltern oder auch Großeltern in den nächsten Tagen selbst einmal bei einem Waldspaziergang nach einem Reh und damit nach der eigenen Kindheit Ausschau halten.