Ausleben l Das Ausleber Erntedankfest begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der festlich geschmückten St. Stephanus Kirche des Ortsteils Ottleben. Pfarrer Theo Spielmann begrüßte die Besucher sowie die Kinder der Christenlehre um Yvonne Hannen und die Posaunengruppe mit Annemarie Bärecke.

Teil des Erntedankgottesdienstes war das Lied „Eine Handvoll Erde“. Dazu hatten die Jüngsten nicht nur verschiedene Erdarten, wie Sand, Pflanzerde und Ackerboden mitgebracht, sondern auch aus Ton kleine Kugeln gebastelt.

Dabei hatten sie gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, eine Kugel aus Ton zu formen. Immer wieder musste Wasser nachgegeben werden, damit sich diese bestimmte Erdart verarbeiten lässt. Die Kugeln sollen an unseren Planeten erinnern. Da unsere Erde aber auch nicht rund ist, hat jedes Kind seinen individuellen Fingerabdruck als kleine Delle in der Kugel hinterlassen.

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In seiner anschließenden Predigt ging Pfarrer Norbert Behrendt auf das Buch Kohelet aus der Bibel und „Alles hat seine Zeit“ ein. „Selten merkt man so wie an Erntedank, wie die Zeit vergeht. Der Sommer ist zu Ende. Viele Insekten sind gestorben oder suchen ein warmes Plätzchen zum Überwintern“, so Pfarrer Behrendt: „Auch wenn jetzt die Zeit des Sterbens und Vergehens ist, ist es doch gewiss, dass der nächste Frühling und der nächste Sommer bestimmt kommen.“ Aber eben nicht der zurückliegende Sommer. Der kommt nicht wieder. „Dagegen ist kein Kraut gewachsen“, so der Pfarrer Behrendt: „Wenn sie in sich schauen, werden sie feststellen, dass die Erinnerung an den vergangenen Sommer und die besonderen Momente mit der Liebe zu den Menschen an ihrer Seite zu tun hat.“

Nach dem Festgottesdienst freuten sich alle auf eine Tasse Kaffee oder kühle Getränke. Pünktlich zum Festbeginn kam auch die Sonne raus und schnell füllten sich die Plätze in den Festzelten und unter den alten Bäumen.

Die Vorsitzende des gastgebenden Ausleber Heimatvereins OttWaAuLingen, Gesa Zimmermann, begrüßte die vielen Gäste: „Ich lade sie alle herzlich zu ein paar gemütlichen Stunden ein.“ Zum Kaffee gehört auch Kuchen. Und da haben sich die Frauen des Heimat- und Kulturvereins nach Aussage der Besucher wieder einmal selbst übertroffen. Bei den vielen Köstlichkeiten fiel die Auswahl schwer. Wer jedoch lieber etwas Herzhaftes genießen wollte, freute sich über leckere Sachen vom Grill.

Herbstliche Basteleien, sowie diverse Heimathefte und die DVDs der zurückliegenden Theateraufführungen des Heimatvereins, die zum Kauf angeboten wurden, rundeten das Angebot des Erntedankfestes ab.

Schwer fiel die Auswahl der Sieger im Kürbiswettbewerb. 13 Teilnehmer hatten 14 Kürbisse zum Wettbewerb beigesteuert. Große, kleine, lange und bunte Exemplare lagen da und wollte begutachtet werden. Nicht die Kürbis-Größe entschied über den Sieg, sondern die Schönheit der Gartenfrucht.

Den ersten Platz sicherte sich in diesem Jahr Kathrin Fricke vor Piet Jerchel und Tobias Heicke. Die drei Gewinner zeigten stolz ihre Prachtexemplare und freuten sich über die Pokale und Urkunden.