Ausleben l Wenn auch zehn Tage später als ursprünglich geplant, sind die Arbeiten zur Erschließung des neuen Baugebietes „Hohe Worth“ im Ortsteil Ottleben inzwischen zügig voran geschritten. Nach Materiallieferschwierigkeiten legte das beauftragte Bauunternehmen los. „Bis zum Jahresende sind alle Ver- und Entsorgungsleitungen im Erdreich, kann die Baustraße mit einer Schottertragschicht geschlossen werden, ist die Erschließung des neuen Baugebietes medientechnisch abgeschlossen. Es könnte theoretisch losgehen“, berichtet Bürgermeister Dietmar Schmidt.

Bauplätze kontra Einwohnerschwund

Im geplanten Wohngebiet „Hohe Worth“ sind aktuell neun Bauplätze für Einfamilienhäuser geplant, fünf Anmeldungen liegen bereits vor. Noch im November oder im Dezember könnten die ersten Verkaufsbeschlüsse folgen.

„Es wird gebaut, wo gebaut werden kann“, sagt der Ortschef. Zu diesem Grundsatz passt das Vorhaben der Gemeinde, weitere Bauplätze zu schaffen. So soll ein Bebauungsplan „Wohnen am Altonaer Hof“ im Ortsteil Warsleben aufgestellt werden. Hierbei handelt es sich um eine Fläche der Braunschweig Stiftung, die verwertet und überplant werden soll. Ebenso sollen Bauplätze auf dem ehemaligen Sportplatz in Ausleben geschaffen werden. Auch dafür ist das Aufstellen eines Bebauungsplanes notwendig. In all diesen Maßnahmen sieht der Gemeinderat Ausleben die Chance, die Einwohnerzahlen zu stabilisieren, sie wieder steigen zu lassen.

Zukunftsweisende Themen

Doch der letzte Sitzungsblock dieses Jahr sieht weitere zukunftsweisende Themen für Ausleben vor. Und dazu hat der Bauausschuss Ende Oktober erste vorbereitende Beschlüsse gefasst, wie den Abwägungsbeschluss zum B-Plan „Altengerechtes Bauen“ in der Schützenstraße. Seit vier Jahren werde dieses Projekt vorbereitet, liegt ein komplizierter Behördenlauf hinter alle Beteiligten. Im Bauausschuss kamen alle Pläne auf den Tisch, der Bauausschuss gibt dem Gemeinderat, der am 9. Dezember tagen wird, die Empfehlung, dem Vorhaben grünes Licht zu erteilen, auch wenn das Konzept noch nicht steht. Ab Januar 2020 besteht auf dem Areal Baurecht. Die Gemeinde Ausleben hat zwar die Planungshoheit, doch über einen städtebaulichen Vertrag werde die Erschließung durch die Investor geregelt.