Oschersleben l Brandkatastrophe kurz vor Weihnachten in der Oschersleber Altstadt. Aus bisher unbekannter Ursache ist in der Nacht zum Freitag, gegen 1 Uhr, ein Wohnhaus in Flammen aufgegangen. Die Kurzfassung im Video.

Wie Einsatzleiter Andreas Ehrhardt vor Ort mitteilte, schlugen die Flammen bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte meterhoch in den Nachthimmel. "Glücklicherweise konnten sich alle 13 Bewohner bereits vor unserer Ankunft in Sicherheit bringen", erklärt Ehrhardt.

Stundenlang löschten Einsatzkräfte aus Oschersleben, den Ortsteilen und Wanzleben gegen den Brand. Am Morgen stiegen immer noch Rauchwolken aus der Ruine. Die Rauchwolke war noch in kilometerweiter Entfernung von Flotts Höhe auszusehen.

Bilder

Laut Polizei ist die Ursache des Brandes noch nicht bekannt. "Unsere Brandermittler kommen vor Ort, sobald die Ruine abgekühlt ist", erklärte ein Polizeisprecher. Zudem müsse vorab geprüft werden, ob das Gebäude überhaupt noch betreten werden können.

Feuerwehrmänner, welche sich in der Anfangsphase noch im Gebäude befanden und löschten, mussten sich aufgrund der rasanten Brandentwicklung zurückziehen.

Eine 34-jährige Mieterin hatte Rauch in ihrer Wohnung im 1. Obergeschoss entdeckt und festgestellt, dass die Tür zum Wäscheraum sehr heiß war. Sie alarmierte daraufhin alle Mieter des Hauses und die Feuerwehr.

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilt, gerieten alle vier Wohneinheiten sowie der Dachstuhl des Hauses in Brand und sind nicht mehr bewohnbar.

Ein 59-jähriger Mieter wurde in einer Notunterkunft der Stadt untergebracht. Alle anderen Personen konnten bei Freunden oder Verwandten vorerst eine Bleibe finden. Der Sachschaden am Gebäude wurde auf 450.000 Euro geschätzt.