Klein Oschersleben/Kroppenstedt l Schon als Jugendlicher hatte der gebürtige Klein Oschersleber Matthias Pee ein besonderes Faible für Silvesterböller und Raketen. Davon konnte er gar nicht genug bekommen. Was früher ein jugendlicher Spleen war, hat Matthias Pee inzwischen auf versierte Füße gestellt, sein etwas besonderes Hobby, von dem er nie ganz lassen konnte, zum Nebenberuf gemacht. Sprich: Der Berufssoldat und zweifache Familienvater hat eine Ausbildung zum Großfeuerwerker und Pyrotechniker absolviert und darf seit einigen Jahren den Titel „Staatlich geprüfter Großfeuerwerker“ tragen.

Ausbildung absolviert

„An die Ausbildung sind in Deutschland ganz konkrete Bedingungen geknüpft. Ehe der Lehrgang überhaupt absolviert werden kann, muss man an 26 Großfeuerwerken mitgewirkt haben. Müssen sogenannte Helferscheine gesammelt werden. Das ist die Lehrgangsvoraussetzung. Zugleich muss eine Unbedenklichkeitserklärung, eine Art besonderes polizeiliches Führungszeugnis, vorliegen. Der Lehrgang selbst, Kostenpunkt 1000 bis 1500 Euro, dauert nur vier bis fünf Tage und schließt mit einer Prüfung ab“, erklärt Matthias Pee. Der Lehrgang und die Prüfung können beispielsweise bei einem zugelassenem Lehrgangsträger wie dem Ostdeutschen Feuerwerkerverein abgelegt werden.

Helferscheine darf nur derjenige sammeln, der 18 Jahre alt ist, für die Prüfung selbst müsse der künftige Pyrotechniker 21 Jahre alt sein. Matthias Pee hat seine Prüfung im Jahr 2015 abgelegt.

Zu Silvester sein Hobby entdeckt

Matthias Pee, der heute in Kroppenstedt lebt, hat bei verschiedenen Pyrotechnikern die besagten Helferscheine gesammelt und sich die ersten Sporen als Großfeuerwerker verdient. Gefragt sind die Pyrotechniker auf Hochzeiten, Volks- und Schützenfesten. „Wir stellen ganz nach Wunsch mit Batteriefeuerwerken, Römischen Lichtern, Zylinder- und Kugelbomben und Vulkanen ein Feuerwerk zusammen, lassen Lichterbilder am Himmel entstehen. Das Ganze wird oftmals mit Musik untermalt“, erzählt Matthias Pee. Dieser möchte sich von anderen Feuerwerkern abheben. Etwa zehn Großfeuerwerke „bastelt“ er in der näheren Umgebung im Jahr zusammen. Noch immer hat er daran viel Spaß, ist ganz in seinem Element. Gerade vielen Hochzeitspaaren hat Matthias Pee schon unvergessliche Momente verschafft. Wettbewerbe hingegen sind eher nichts für ihn.

Leidenschaft für Böller und Raketen

Klar juckt es Matthias Pee gerade jetzt zu Silvester besonders in den Fingern. Mit diesem besonderen Tag hat seine große Leidenschaft fürs Knallen und Böllern schließlich einmal begonnen. Für Freunde und Bekannte, natürlich auch für die Familie, stellt er Feuerwerkskörper, sozusagen ein kleines Silvesterfeuerwerk zusammen und verkauft auch Silvesterböller, allesamt von hoher Qualität und zertifiziert. Auf den heutigen Abend hat er sich natürlich besonders vorbereitet. Mit viel Bums und farbenfroh wird er mit seiner Familie ganz in der Manier eines Feuerwerkers das neue Jahr begrüßen.