Oschersleben l Kaum hatte sich der neue Stadtrat konstituiert, hatte dieser bereits über eine überplanmäßige Ausgabe zur Sanierung des Gehweges in der Bodestraße zu befinden. Um die Baumaßnahme als Aufwertung des Altstadtkerns umsetzen zu können, bedarf es eines Nachschlags in Höhe von rund 83.000 Euro. Insgesamt müsse die Stadt für die Baumaßnahme 296 261 Euro aufbringen. Im Etat der Stadt waren für 2019 ursprünglich 199.510 Euro eingeplant gewesen.

Im Zuge der Baumaßnahmen werden die Gehwege in der Bodestraße erneuert, Grundstücksanschlüsse an den öffentlichen Regenwasserkanal geschaffen und eine neue LED-Straßenbeleuchtungsanlage errichtet. Die erfolgten Ausschreibungen brachten ein deutlich höheres Ergebnis zutage, besagte 83.000 Euro müssen nach finanziert werden. Kämmerin Katrin Hoffmann hatte den Stadträten den finanziellen Mehrbedarf mit enormen Preissteigerungen im Baubereich und den gegenwärtig beschränkt verfügbaren Kapazitäten der Baufirmen begründet. „Da die Auftragsvergabe für die Bauleistungen innerhalb bestimmter Fristen erfolgen muss, ist die Genehmigung der überplanmäßigen Auszahlung zwingend erforderlich“, so die Kämmerin. Der Stadtrat stimmte der außerplanmäßigen Ausgabe zu. Der Bau eines neuen Fußweges in der Schöninger Straße wurde in das Jahr 2020 verschoben. Da es für die Sanierung des Spielplatzes auf dem Hackelberg keine Fördermittel gab, wird auch diese Maßnahme verschoben. Damit stehen ausreichend Mittel zur Verfügung um die außerplanmäßige Ausgabe „deckeln“ zu können.

Anfang September starten Arbeiten

Die Arbeiten in der Bodestraße werden laut Pressestelle der Stadt Anfang September beginnen und, je nach Witterung, voraussichtlich bis November andauern. Bereits im November des vergangenen Jahres hat der Stadtrat beschlossen, die letzten 150 Meter der noch nicht sanierten Windhorststraße in Angriff zu nehmen. Die Bauarbeiten sind seit einigen Wochen im vollen Gange. Aus dem Holperpflaster wird eine Mischverkehrsfläche. Fahrbahn und Gehweg bekommen ein Betonsteinpflaster in unterschiedlichen Farben zur optischen Trennung. Da es bislang Probleme mit der Oberflächenentwässerung gibt, wird auch diese neu geregelt. Eine Pflastermulde entsteht, das Regenwasser wird über die vorhandene Böschung abgeleitet. Auch die Parkplätze in der Straße werden neu geordnet. Die Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt.

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„Die Arbeiten in der Windthorststraße schreiten voran, der unterirdische Leitungsraum wurde geordnet, die Borde gesetzt. Jetzt werden Fußweg, Fahrbahn und die PKW-Stellflächen gepflastert. Mit der Endfertigstellung ist in vier bis sechs Wochen zu rechnen“, so Mathias Steffen.