Hordorf l Die Mini-Bagger haben in den Ortsteilen Neindorf und Neubrandsleben ganze Arbeit geleistet. Etliche Kilometer Glasfaserkabel sind verlegt. Wie der Leiter des Bürgermeisterbüros, Mathias Steffen, mitteilt, sind Neindorf und Neubrandsleben bereits fertig erschlossen. „In Beckendorf sind wir noch dabei, bis Ende August werden wir auch hier die Arbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel abschließen können. Anfang September geht es dann in Hordorf weiter“, erklärt Mathias Steffen.

Unternehmen warten schon lange

Aber nicht nur in den genannten Oschersleber Ortsteilen wird „gebuddelt“. Zum ersten Bauabschnitt gehört auch das Oschersleber Gewergebiet „Am Pfefferbach“. Hier warten die Unternehmen schon lange auf ein leistungsfähiges Internet. Während die Stadt Oschersleben selbst als ausreichend versorgt und damit als nicht förderfähig gilt, können die Schulen der Kernstadt jedoch mithilfe von Fördermitteln mit Gigabit-Glasfaseranschlüssen versorgt werden.

„Wenn die Bürger also aktuell in der Kernstadt Tiefbauarbeiten beobachten, hat dies mit der Erschließung der Schulen zu tun“, so Steffen. In den Orten, die bereits fertig erschlossen sind, oder wo aktuell noch gebaut wird, zeigt sich, dass das Interesse der Bürger am Highspeed-Internet wächst, sind die Bauarbeiter erst einmal im Ort.

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Im September Start in Hordorf

Bevor es Anfang September in Hordorf weiter geht, trafen sich Bürgermeister Benjamin Kanngießer, Ortsbürgermeister Norbert Kurzel und Mathias Steffen mit Vertretern des Planungsbüros. Imro Griebel, Projektleiter Tiefbau von EKN Breitband GmBH & Co.KG und sein Kollege Tilo Sander stimmten vor Ort die geplante Erschließung ab.

Die vorgelegten Zeichnungen stellen eine Grobübersicht dar, wo es lang gehen soll, wo Fremdkabel oder Regenwasserkanäle zu beachten sind. „Die Vor-Ort-Abstimmung ist wichtig, wir nehmen jeden Hinweis ernst“, so Griebel. Die Förderrichtlinien des Breitbandausbaus schreiben vor, dass neue Rohre für die Kabel verlegt werden und dass diese so dimensioniert sind, dass der Lehrrohrverband vier Kabel aufnehmen kann.

Arbeit mit "Erdraketen"

Ortsbürgermeister Nobert Kurzel möchte vor allem erfahren, wie die Kabel in die Erde kommen, ohne dass bereits erneuerte Fußwege Schaden nehmen. Alle zehn Meter würde eine Erdrakete in das Erdreich geschossen, um die Lehrrohre zu „versenken“. Vor Beginn der Tiefbauarbeiten würde der Ist-Zustand von Wegen und Straßen dokumentiert. Zudem würde je nach Zustand entschieden, ob die Erdrakete verwendet oder der offenen Bauweise der Vorzug gegeben wird. „In erster Linie gehen wir von einem minimalen Eingriff aus“, so Imro Griebel.

Für Hordorf sehen die Planungen vor, dass noch 2019 das Gigabitnetz in Betrieb genommen und die Bürger auf einer super schnellen Datenautobahn unterwegs sein können.