Gröningen l Es war nach 2 Uhr, als am Montag die letzten Stimmzettel für die Wahl zum neuen Verbandsgemeinderat der Westlichen Börde ausgezählt waren. Und auch erst dann stand fest, dass die Wählergemeinschaft Gröningen so etwas wie der zahlenmäßige Wahlgewinner ist. Hat sich doch die gemeinsame Liste der Bodestadt 8 der insgesamt 20 Sitze geholt. 6 weitere Wählergruppen beziehungsweise Parteien sind im neuen Verbandsgemeinderat vertreten (siehe Informationskasten).

Eine erste Umfrage unter Vertretern der Parteien und Wählergruppen, die in Fraktionsstärke in den Rat gekommen sind, hat gestern ergeben, dass allesamt in den nächsten fünf Jahren mit Blick auf die gesamte Verbandsgemeinde, sprich im Interesse aller vier Mitgliedskommunen kommunalpolitisch arbeiten wollen. Es würde genug Probleme geben, die nur gemeinsam zu lösen seien, war die übereinstimmende Meinung.

Im Interesse aller Mitgliedskommunen

„Wir sollten versuchen, die Gräben zuzuschippen, die sich in den zurückliegenden Jahren aufgetan haben und zur Sachpolitik zurückfinden“, sagte beispielsweise Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski, der mit zwei weiteren Kroppenstedtern auf der Liste „Förderverein Grundschule Kroppenstedt“ für die Freikreuzstadt in den Verbandsgemeinderat eingezogen ist und zudem von ersten Kontakten zu anderen Rats- mitgliedern sprach, die sich bereits am Tag nach der Wahl ergeben haben.

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Auch Dietmar Hobohm von der Bürgerinitiative Am Großen Bruch ist sehr viel an einer guten Zusammenarbeit im Verbandsgemeinderat gelegen. „Wir brauchen gute Mehrheiten für vernünftige Lösungen“, so der Vorsitzende des bisherigen Verbandsgemeinderates. Der dabei vor allem an Lösungen für die baulichen Probleme der Kindertagesstätten in Ottleben und Wulferstedt sowie nicht zuletzt an finanzielle Lösungen für den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes denkt.

Zukunft der Kindertagesstätten

Die Zukunft der Kindertagesstätten in seinem Heimatort Wulferstedt und in Ausleben ist es auch, die Andreas Dippe von der CDU-Liste sehr am Herzen liegt. Wie er überdies in der Entwicklung der Infrastruktur sowie in der Stärkung der Feuerwehren Schwerpunkte der künftigen Arbeit als Kommunalpolitiker sieht und sich mit seinen Mitstreitern bemühen will, für entsprechende Beschlüsse Mehrheiten zu finden. Und Andreas Dippe spricht zudem davon, dass mit dieser Wahl des Verbandsgemeinderates in der CDU auch ein Generationswechsel eingeläutet worden ist. Den er nicht zuletzt mit Thomas Gürke begleiten möchte, der sich gemeinsam mit ihm in der Kita-Diskussion engagiert hat und der jetzt mit ihm in den Verbandsgemeinderat eingezogen ist.

In dem nun Karl-Heinz Gronenberg gemeinsam mit sieben weiteren Einwohnern der Stadt Gröningen und deren Ortsteilen mit der „Wählergemeinschaft Gröningen/Ortsteile“ die größte Fraktion bilden wird. „Es war eine richtige Entscheidung, diese Wählergemeinschaft aus CDU- und SPD-Mitgliedern sowie parteilosen Kandidaten zu bilden“, sagt Gronenberg. Nicht zuletzt, weil dadurch nun auch Einwohner aus Gröninger Ortsteilen im Verbandsgemeinderat vertreten sind. Wie es für Karl-Heinz Gronenberg insgesamt sehr wichtig ist, dass in diesem Rat in Zukunft alle Mitgliedskommunen gleichbehandelt werden sollten. „Im Mittelpunkt unserer künftigen kommunalpolitischen Arbeit müssen wieder Solidarität und Gerechtigkeit stehen“, so Gronenberg.

Gestandene Ratsmitglieder nicht wieder gewähl

Wie Karl-Heinz Gronenberg im Übrigen zu denen gehört, die schon über mehrere Legislaturperioden hinweg dem Verbandsgemeinderat angehören und nun abermals gewählt worden ist. Was längst nicht alle gestandenen Kandidaten geschafft haben. Denn nachdem die bisherigen Mitglieder des Verbandsgemeinderates Rainer Dippe (Wulferstedt), Monika Schmidt (Kroppenstedt) und Ina Schrader (Hamersleben) gar nicht mehr angetreten waren, sind die erneut an den Start gegangenen Michael Walkhoff (Kroppenstedt), Jens Klamm (Ausleben), Eva Stroka (Wulferstedt), Sylvio Schlechter (Hamersleben) und Klaus-Dieter Mager (Ausleben) nicht wieder gewählt worden.