Gröningen l „Wenn wir nicht zustimmen, dann blockieren wird uns selbst und kommen auch mit anderen wichtigen Projekten nicht voran“, appelliert Gröningens Bürgermeister Ernst Brunner zu Beginn der Sitzung an die Mitglieder des Gröninger Stadtrates. Die darüber abzustimmen haben, für den Neubau des Verbandsgemeinde-Verwaltungssitzes nicht nur die Eigenmittel der Stadt von bisher gut 460.000 Euro auf 600.000 Euro zu erhöhen, sondern zudem von den ihr zur Verfügung stehenden Städtebauförderungsmitteln nicht nur wie bisher geplant 930.000 Euro, sondern fast 1,25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Denn für den neuen Verwaltungssitz sind aufgrund der deutschlandweit rasant steigenden Baukosten inzwischen nicht mehr 1,6 Millionen, sondern 2,2 Millionen Euro erforderlich. Wobei dabei sogar zunächst auf die Gestaltung der Außenanlagen verzichtet wird und vorerst nur das Gebäude selbst gebaut werden soll. So dass unter dem Strich nun von diesen erforderlichen etwa 2,2 Millionen Euro die Verbandsgemeinde wie vorgesehen 15 Prozent, also ungefähr 330.000 Euro übernimmt sowie die Stadt Gröningen aus der eigenen Tasche etwa 600.000 Euro zahlt und zudem jene Fördermittel in Höhe von rund 1,25 Millionen bereitstellt.

Stadtrat stimmte zu

Der Gröninger Stadtrat hat schließlich dieser neuen Finanzierungsvariante und damit auch der Änderung einer im Januar 2018 zwischen der Stadt Gröningen und dem Verbandsgemeinderat beschlossenen Finanzierungs-Vereinbarung mit den Stimmen von SPD und CDU zugestimmt. Die Freien Wähler waren dagegen.

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Wobei für die SPD- und die CDU-Ratsmitglieder sehr wichtig war, dass all die anderen Projekte, die Gröningen mit Hilfe der Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm realisieren möchte, durch diese Fördergeld-Umschichtung gen neuen Verwaltungssitz kaum gefährdet sind. Was ihnen der Verbandsgemeindebürgermeister bestätigt hat. Denn zum einen würden Mittel übrigbleiben, um bereits anstehende Projekte zu realisieren und hätten Gespräche im Landesverwaltungsamt ergeben, dass für noch geplante Projekte neue Fördermittelanträge sehr aussichtsreich seien.

Endgültige Entscheidung steht noch aus

Nun ist der Verbandsgemeinderat gefragt, in seiner Sitzung am Mittwoch der veränderten Finanzierung des Verwaltungssitzes zuzustimmen, für den die Baugenehmigung bereits vorliegt. „Gröningen übernimmt fast 90 Prozent der Kosten des neuen Sitzes der Verbandsgemeinde und verhält sich damit sehr solidarisch mit den anderen Mitgliedsgemeinden“, sagt Gröningens Bürgermeister Ernst Brunner.

Sollte der Verbandsgemeinderat derselben Meinung sein, könnte mit dem Bau im März nächten Jahres begonnen und etwa ein Jahr später in das neue Verwaltungsgebäude der Verbandsgemende Westliche Börde eingezogen werden.