Gemeinde Westliche Börde l Neugeborene werden in der Verbandsgemeinde Westliche Börde seit dem 20. Juni des vergangenen Jahres auf besondere Weise willkommen geheißen, nachdem die Verbandsgemeinderäte ein Begrüßungspaket verabschiedet haben.

Mit dem Beschluss wird das erklärte gemeinsame Ziel von Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz (SPD) und dem Verbandsgemeinderat untermauert, die Gemeinde Westliche Börde attraktiv für Familien zu machen, Menschen in der Kommune zu halten, sie hierher zu „locken“, nicht zuletzt damit Schulen und Kindereinrichtungen eine Zukunft haben.

Mit dem „Begrüßungspaket für Neugeborene“ haben die Gemeinderäte einen ersten wichtigen Schritt getan. Um Eltern und Kinder in der Verbandsgemeinde zu halten, und auch um Familien Wert zu schätzen, entstand die Idee eines Begrüßungspaketes für Neugeborene für die Betreuung in den Kindertagesstätten der Gemeinde. Einerseits solle das Begrüßungspaket helfen, den frisch gebackenen Eltern so früh wie möglich Informationen darüber zu kommen zu lassen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung brauchen. Andererseits gehöre neben zahlreichen Informationen zum Begrüßungspaket ein Verrechnungscheck in Höhe von 100 Euro, der in den Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde Westliche Börde einzulösen ist. Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz, im vergangenen Jahr erstmals selbst Vater geworden, schreibt zudem den Eltern einen Brief, schickt ein Begrüßungsschreiben. Das Begrüßungspaket gibt es nur für Eltern, die ihren Erstwohnsitz in einer der Mitgliedsgemeinden der Westlichen Börde angemeldet haben.

Durchschnittlich 68 Geburten pro Jahr

In der Westlichen Börde kamen 2017 73 Mädchen und Jungen zur Welt, in den Folgejahren 2018 und 2019 waren es jeweils 66 Geburten. Damit liegt der Durchschnitt bei 68 Kindern pro Jahr. Als nun das Jahr 2020 zu Ende gegangen ist, war es an der Zeit, in die Geburtenstatistik der Gemeinde Westliche Börde zu schauen Mit Stand vom 15. Dezember 2020 registrierte das Einwohnermeldeamt der Verbandsgemeinde 63 neue Erdenbürger. Davon sind sechs Kinder nach der Geburt mit ihren Eltern in die Gemeinde gezogen. Mit jeweils 13 Mädchen und Jungen können Gröningen und Kroppenstedt die höchste Geburtenrate vorweisen.

Wobei in der Reitenhufenstadt fünf Kinder vor dem beschlossenen Begrüßungspaket zur Welt kamen, sieben Eltern erhielten ein Begrüßungsschreiben, eine Familie mit Kind ist zugezogen. Für Gröningen gilt, dass sechs Kinder vor dem Beschluss zur Welt kamen, vier Neugeborene in den Genuss des Begrüßungspaketes kamen und drei Babys als Zuzug registriert wurden. Während für Dalldorf keine Geburten gezählt wurden, gibt es für Kloster Gröningen von einer Geburt vor dem Begrüßungsschreiben und einer mit Begrüßungsschreiben zu berichten. Für Krottorf gilt, dass zwei Kinder vor dem Begrüßungspaket zur Welt kamen und zwei nach dem Beschluss.

In Gunsleben wurde ein Kind mit einem Begrüßungsschreiben begrüßt, in Hamersleben ebenso. Ein weiteres Neugeborenes kam in Hamersleben vor dem Beschluss zur Welt. Für Neuwegersleben wurden zwei Geburten registriert, beide Kinder kamen vor der besonderen Aktion zu Welt. Wulferstedt hat fünf neue Erdenbürger, drei freuten sich über ein Begrüßungsschreiben, zwei kamen davor zur Welt.

Die Gemeinde Ausleben freut sich über insgesamt sieben Neugeborene. Davon kamen zwei vor dem Beschluss zur Welt, vier Eltern erhielten ein Begrüßungsschreiben, eine Familie wird als Zuzug mit Baby registriert. In Ottleben kamen vor dem 20. Juni drei Mädchen und Jungen zur Welt, eine weitere Familie erhielt ein Begrüßungsschreiben für ihr Neugeborenes. Warsleben freut sich über drei neue Erdenbürger. Ein Begrüßungsschreiben wurde verschickt. Das gilt auch für Üplingen. Für dieses Dorf gilt zudem, dass eine Familie mit Kleinkind die Einwohnerzahl verstärkt.

Städte wie Kroppenstedt und Gröningen gehen bei der Förderung von jungen Familien sogar noch einen Schritt weiter. Bauwilligen werden beim Erwerb von städtischen Grundstücken je Kind 3000 Euro von der Kaufsumme erlassen. Der Gröninger Stadtrat hat diesen Bonus bereits 2019 auf den Weg gebracht, die Kroppenstedter Stadtväter folgten Mitte des Jahres 2020.

Baumpatenschaften für Kitas

Mit Kindern und Familien sowie mit Kitas im weiteren Sinne beschäftigt sich ein weiterer Beschluss, den der Verbandsgemeinderat ebenso am 19. Juni fasste und damit das Projekt „Baumpatenschaft für die Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde Westliche Börde“ auf den Weg gebrachte. Ziel des Projektes sei es, Kindern spielerisch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur nahe zu bringen. Andererseits sind Bäume ein Teil des Orts- und Stadtbildes, sind Treffpunkte, Erholungsoasen und Bindeglied zwischen Menschen und Natur. Die Baumpatenschaften sollen mit dazu beitragen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und die Gemeinden weiterhin ein „grünes Kleid tragen“.

Immer wieder kommt es überall in der Westlichen Börde zu Baumersatzpflanzungen. Daran sollen die Kindertagesstätten nun beteiligt werden. Auch um die Kinder mehr an ihre Heimatgemeinde zu binden. Das Projekt „Baum der Zukunft“ sieht konkret so aus, dass jede Kinderkrippengruppe der Kindertagesstätten beim Übergang in den Kindergarten einen Baum geschenkt bekommt. Das könnte mit einem Fest einher gehen und die Kinder bekommen zudem ein Schild für ihren Baum überreicht. Das Schild wird am Baum befestigt und die Mädchen und Jungen sind für „ihren“ Baum mit verantwortlich. Kümmern sich um das Gießen, Pflegeschnitte werden vom Bauhof übernommen. Ahorn oder Lindenbäume sollen vorwiegend in den Dörfern gepflanzt werden.

Die Umsetzung des Projektes „Baumpatenschaften“ soll in diesem Jahr beginnen.