Gröningen l Auf dem Dach des neuen Verwaltungssitzes der Verbandsgemeinde Westliche Börde in der Gröninger Straße haben zwei Dachdecker alle Hände voll zu tun. Sie montieren in luftiger Höhe die Halterungen, die später die Photovoltaikanlage tragen werden. Im Inneren des Neubaus ziehen Elektriker zig Meter von Kabel. In einer Ecke stehen große Kabeltrommeln, davor auf einem Tisch liegt der Verlegeplan. Klempner montieren in einem der Sanitärbereiche die WC-Anlagen. Der Innenausbau des neuen Verwaltungssitzes ist in vollem Gange.

„Wir liegen beim Bau des neuen Verwaltungssitzes voll im Zeitplan“, sagt Ines Kühn, Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde Westliche. Zurzeit wird nach ihren Worten im Gebäude die Haustechnik installiert und wird die Wärmedämmung der Fassade angebracht. Die Fenster sind bereits eingebaut.

Trockenbau hat begonnen

Im Inneren des Neubaus haben die Trockenbauer bereits damit begonnen, die Trennwände für die einzeln Zimmer hochzuziehen. Die Zuschnitte einiger Büros sind bereits zu erkennen. So wie das Büro des Verbandsgemeindebürgermeisters Fabian Stankewitz, der im Obergeschoss an der Spitze des Rathauses mit zwei Fensterfronten hin zur Marktstraße seinen Sitz haben wird.

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Der Umzug der Verwaltungsmitarbeiter von ihrem jetzigen Ausweichquartier in der Grabenstraße in das neue Rathaus in der Marktstraße ist nach der Fertigstellung für April oder Mai des kommenden Jahres geplant.

Das neue Rathaus soll Anlaufpunkt für alle Einwohner der Westlichen Börde werden. Hier können zukünftig alle Behördengänge erledigt werden. Auch ein Trauzimmer sei dann wieder in Gröningen angesiedelt. Auch alle Verwaltungsmitarbeiter sollen zukünftig ihren Platz in der Marktstraße 7 finden. So sitzen die Mitarbeiter der Kämmerei zum Beispiel in der oberen Etage des Gebäudes. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 2,65 Millionen Euro. Das Geld fließt nicht nur in das Gebäude selbst, sondern auch in die Gestaltung der Außenanlagen. Der Platz vor dem Verwaltungssitz soll nach den Vorstellungen der Verantwortlichen der Westlichen Börde ein kleines Paradies werden. Es soll ein zentraler Anlaufplatz für alle Bürger geschaffen werden, wo sie sich wohl fühlen können.

Geplant sind neben einer attraktiven Grünanlage auch ein kleiner Springbrunnen sowie eine Trinkwasserstelle für Hunde. Auf dem gesamten Gelände des Verwaltungssitzes haben die Besucher einen freien Wlan-Zugang, den sie ohne Kosten nutzen können.

Die Kosten für den neuen Sitz trägt die Verbandsgemeinde nicht alleine. Der Ersatzneubau wird aus Stadtsanierungsmitteln im Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ finanziert. Wesentliche Anteile der Finanzierung tragen damit der Bund, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Gröningen.

Der neue Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde ist nur ein erster Schritt in der Entwicklung des Stadtbildes von Gröningen. Weitere Projekte sind bereits geplant oder schon auf den Weg gebracht, heißt es aus dem Rathaus.