Gröningen l Am Freitag hat Westliche-Börde-Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz alle Unterlagen für den Bau eines neuen Verwaltungssitzes als Ersatz des abgerissenen Gröninger Rathauses zum Landesverwaltungsamt geschickt. Und damit beantragt, mit diesem Bau, also zunächst mit den Ausschreibungen der ersten Arbeiten beginnen zu dürfen.

Die jüngsten dieser abgeschickten Unterlagen sind Beschlüsse, die der Gröninger Stadtrat und der Verbandsgemeinderat erst in dieser und in der vergangenen Woche zur Finanzierung des teurer gewordenen Projekts gefasst und damit den Weg zu dieser Antragstellung freigegeben haben. Das Ganze jetzt mit dem Ziel, dass im nächsten Frühjahr die ersten Bauarbeiter anrücken und ein Jahr später die Verwaltung sechs Jahre nach Rathaus-Auszug und Aufenthalt in der früheren Sekundarschule das neuen Gebäude bezieht.

Einen „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ nennt der Verwaltungsfachmann das, was da nun beantragt worden ist. „Vorzeitig“ deshalb, weil zwar unter anderem die Baugenehmigung vorliegt, aber noch nicht jeder Förderbescheid für die Mittel, mit denen der nunmehr 2,2 Millionen Euro teure Bau finanziert werden soll.

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Bau wird teurer

In der Anfang vergangenen Jahres geschlossenen Vereinbarung zwischen Verbandsgemeinde und der Stadt Gröningen ist von gut 1,6 Millionen Euro ausgegangen worden, die der Bau kosten wird. Vor allem aufgrund der deutschlandweit enorm teurer gewordenen Bauleistungen sind die Kosten zwischenzeitlich auf 2,5 Millionen Euro gestiegen und dann aufgrund von Einsparungen bei der Gestaltung der Außenanlagen und bei einigen Details im Gebäude bei 2,2 Millionen Euro angekommen.

Wie gehabt wird auch laut neuer Vereinbarung 15 Prozent der Kosten die Verbandsgemeinde finanzieren und die restlichen 85 Prozent die Stadt Gröningen. Da zwar die Prozente bleiben, aber die jeweiligen Summen steigen, wird die Verbandsgemeinde die geplante Kreditaufnahme von 245.000 auf 330.000 Euro erhöhen.

Die Stadt Gröningen wird gar aus der eigenen Kasse statt 460 000 Euro nun gut 600 000 Euro nehmen. Und sie wird zudem Mittel aus einem Städtebauförderprogramm umschichten und daraus nicht 930 000 Euro, sondern 1,25 Millionen Euro bereitstellen.

Das alles nach diversen Gesprächen mit den zuständigen Landesbehörden in der guten Hoffnung, dass alle bisher in Aussicht gestellten und noch weitere Mittel aus diesem Städtebauförderprogramm nach Gröningen kommen und hier nicht nur das neue Rathaus, sondern auch alle anderen geplanten Vorhaben Realität werden. Wobei beispielsweise schon jetzt von jener Fördermittelumschichtung unter anderem weder die vorgesehene Umgestaltung des Gröninger Edelhofs betroffen ist, wo unter anderem die Diakonie eine weitere Kita errichten möchte, noch der Plan, nach dem Auszug der Verwaltung, die frühere Sekundarschule als Grundschule einzurichten.