Gröningen l „Ein Bildband über die Stadt Gröningen war längst überfällig“, so Ralf Staufenbiel aus Kloster Gröningen. Der Ortschronist hat in der Vergangenheit nicht nur jede Menge Zeit in die Recherche über die Stadt Gröningen und Umgebung investiert, sondern blickt mittlerweile auch auf ein persönliches Archiv mit 60 000 Fotos zurück, die er auf einer Festplatte gespeichert hat.

Und immer wieder kommen ihm neue Motive vor die Linse, so dass der Heimatforscher nicht nur jede Veränderung in Gröningen und Umgebung festhält, sondern neben Natur- und Landschaftsaufnahmen auch ganz besondere Augenblicke für die Nachwelt speichert.

„Warum gestaltest du nicht einen Bildband der Stadt Gröningen mit all seinen Ortsteilen?“, regte im September des vergangenen Jahres Bürgermeister Ernst Brunner an, dem nicht nur die Stadtgeschichte am Herzen liegt, sondern auch die Idee eines ansprechendes Geschenkes von Seiten der Stadt bei Jubiläen oder besonderen Höhepunkten.

Diese Anregung schien für Ralf Staufenbiel ein Startschuss gewesen zu sein, denn nach einem guten halben Jahr Arbeit liegt nun das fertige Buch auf seinem Tisch. „Unser Gröningen – Fotos erzählen Stadtgeschichte(n)“ heißt der Bildband, der mit dem Gröninger Wappen und der Abbildung der drei einstigen Stadttore auf dem Einband schon erste Einblicke in die Historie der Bodestadt gibt. Auf 114 Seiten hat der Autor insgesamt 295 Bilder untergebracht, die den interessierten Betrachter sowohl ganz tief in die Vergangenheit, als auch in die heutige Zeit blicken lassen.

Neben Aufnahmen von alten und neuen Häusern, Straßenzügen, geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten sowie Kirchen, begleitet der Autor seine Betrachter auf eine ganz besondere Zeitreise mit speziellen Sahnestückchen. Eine Flurkarte aus dem Jahre 1822, als älteste Aufnahme im Buch, die abgerissene Martinikirche aus dem Jahr 1904, historische Ansichtskarten, dem Renaissanceschloss der ehemaligen Residenzstadt sowie mehrere Luftaufnahmen von Gröningen sind nur einige der Gröninger Raritäten, die den Betrachter erwarten. Den größten Teil der veröffentlichten Fotos hat Ralf Staufenbiel selbst geschossen, weitere Bilder stammen von Einwohnern aus der Stadt, wie beispielsweise Gerhard Williger, Heinz Kleindt, Fredy Kowall, Friedrich Bornemann, Edgar Kamla, Axel Mühlenbeck und Margarete Wagner. Nach den im Buch veröffentlichten alten Messtischblättern hat Ralf Staufen- biel selbst in der Staatsbibliothek Berlin, Abteilung Preußischer Kulturbesitz recher- chiert und die geschichtsträchtigen Karten erworben.

An Hintergrundwissen und Zusammenhängen mangelte es dem Autor auch nicht, denn zwei Heimatbücher über Kloster Gröningen, ein Sachbuch über das Gröninger Schloss sowie über das Kriegsende im nördlichen Harzvorland wurden bereits in den zurückliegenden Jahren von ihm erfolgreich veröffentlicht.

Der neue Bildband, mit Aufnahmen aus Gröningen, Kloster Gröningen, Dalldorf, Heynburg, Großalsleben und Krottorf ist sozusagen ein perfekter Nachschlag zu all seinen vorherigen Werken. Die Umschlaggestaltung und Überarbeitung der alten Fotos im Bildband legte Ralf Staufenbiel in die Hände von Uwe Reinhardt, der ihm als ehemaliger Einwohner aus Gröningen bei all seinen Werken zur Seite stand und den Büchern einen letzten „Schliff“ verlieh. „Dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken“, so Ralf Staufenbiel, der an dieser Stelle auch allen anderen Personen für die Bereitstellung von Fotomaterial dankt.

Der Bildband ist ab sofort in der Verbandsgemeindekasse in der Gröninger Grabenstraße 14 (Hauptgebäude der ehemaligen Sekundarschule) und beim Autoren erhältlich.