Oschersleben l Die Fahrbahn der B 246 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen einer Bundesstraße. Deswegen soll der letzte Bauabschnitt im Stadtgebiet von Oschersleben ab dem Bahnübergang bis zur Brücke in Angriff genommen werden. Der Plan der LSBB ist es, die Straße in drei Bauabschnitten zu sanieren. Die Unterteilung sei nötig, um den Anliegerverkehr während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, erklärt Andreas Boehle.

Der erste Bauabschnitt beginnt hinter den Bahnschienen und soll im Sommer 2021 starten. Die Hermann-Krebs-Straße, Lazarettsraße und der Mühlenweg sind in den Ausbau eingebunden. Bei diesem Abschnitt müssen zunächst die Ver-und Entsorgungsleitungen erneuert werden. Dazu gehören die Hauptwasserleitung sowie der Regen-und Schmutzwasserkanal. Außerdem werden unter der Bahnstrecke Durchgänge für eine Kanalverlegung geschaffen sowie Schutzrohre verlegt. „Während des ersten Bauabschnitts ist eine Vollsperrung für alle Anlieger des westlich des Bahnübergangs gelegenen Statdtgebietes vorgesehen“, teilte Andreas Boehle mit. Das betrifft im ersten Bauabschnitt die Bewohner der Weststraße und der Sachsenlandsiedlung. Die Zufahrt zu ihren Grundstücken sollen sie dann über die großräumige Umleitung erreichen. Diese verläuft von Oschersleben über die Kreisstraße 1359 Richtung Neindorf bis zum Abzweig Hornhausen und dann über Hornhausen und umgekehrt.

In Zwei-Jahres-Abschnitten sollen nach bisheriger Planung dann die anderen beiden Bauabschnitte saniert werden. In den Bauabschnitten zwei und drei soll die Umleitung für die Anlieger innerörtlich über die B 246 zum Mühlenweg gehen. „Nach der Vergabe an ein bauausführendes Unternehmen wird der Ablauf mit den Beteiligten abschließend festgelegt“, so Andreas Boehle.

Nach der neuen Straßenverkehrsordnung sei laut Boehle das Halten und Parken auf der Straße nicht mehr erlaubt. Der Bedarf an Parkplätzen ist jedoch groß. Daher werden Parkstreifen eingeplant. Außerdem soll auf der 261 Meter langen Strecke ein Fahrradweg bis zur Brücke entstehen.

Im weiteren Verlauf der Sanierung müssen insgesamt 16 Bäume gefällt werden. Mit ihren großen Wurzeln würden sie unter anderem die Kanalarbeiten erschweren. Dafür sind Ersatzpflanzungen vorgehsehen. Diese sollen im Park an der Hornhäuser Straße und im Havemannpark in der Hermann-Krebs-Straße gepflanzt werden. „So weit wie möglich werden Ausgleichspflanzungen am selben Standort im Zuge der Hornhäuser Straße geplant“, sagte Andreas Boehle. Zwischen Fahrbahn und Gehweg sollen für die Ersatzpflanzungen zusätzliche Grünstreifen entstehen. Für diese geplanten Maßnahmen ist die LSBB gerade im Gespräch mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Börde.

Im Bauausschuss äußerten die Mitglieder noch einige Ideen. Auch die geplanten Baumfällungen waren nach den Erläuterungen von Andreas Boehle ein Gesprächsthema. Torsten Schubert (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, könne sich damit anfreunden, dass Bäume gefällt werden müssen. Jedoch sollte versucht werden, die vorhandene Allee auf der B 246 mit den Ersatzpflanzungen aufrecht zu erhalten. Außerdem gab es den Vorschlag, die Baumaßnahmen in einem und nicht in drei Abschnitten zu sanieren. „Das spart enorm viel Zeit und Ärger für die Anwohner“, sagte Wolfgang Zahn (SPD). Damit die Anlieger während der Bauphase ihre Grundstücke erreichen, warf er die Idee eines pendelnden Schotterbelags ein. Andreas Boehle nahm die Ideen des Ausschusses mit. Im ersten Quartal des nächsten Jahres soll die Ausschreibung der Bauarbeiten stattfinden.

Die Kosten für die Sanierung dieses letzten Bauabschnitts betragen 1,2 Millionen Euro. Die Stadt Oschersleben plant mit einem Eigenanteil von 700 000 Euro. Dieser wird in die Haushaltsplanung aufgenommen.

Im Mai 2012 startete die einjährige Sanierung der Hornhäuser Straße (B 246). Damals wurde der 400 Meter lange Fahrbanabschnitt vom Bahnübergang bis zum Kreisverkehr in Richtung der Innenstadt saniert.